November 2022

Ostsee im November. Also. Ostsee ist ja immer schön. Anfang November und mit Winterzeit aber so eine Spätsommer-Athmosphäre. Klimawandel? Glück? Nun.

Groß und Klein.

Gerade noch Sommer. Schon kommt das Riesenrad zurück. Diesmal an einer anderen Stelle auf dem Bassinplatz.

Hochkultur und Obertitel.

Ja. Dämmerung ist schon schön. So gegen 16:30 Uhr. Ich weiß nicht, ob ich mich daran gewöhnen kann und mag. Ich nehme es als Entschädigung für das frühe Tagesende.

Rechenzentrum. Tee. Wollsocken.

Sieht alt aus. Ist aber mehrheitlich neu.

Wirkt aus mehreren Gründen ein bisschen wie aus der Zeit gefallen. Ein Zirkus am Wegesrand. Lichterketten, die gar nicht nach Energiesparlampen aussehen. Wagenburg und der ganze Zirkus ist eine Familie. Perfektes Setting für Krimis oder Psychodramen. (Zur Show kann ich nichts sagen, ich war nicht drin)

Und plötzlich so eine Art Wintereinbruch. Käsewürfel hin oder her.

Frisbeegolf bei -1 Grad und Schneefall. Fast wie früher.

Das schönste Abenddämmerungsbild diesen Monat.

Der Advent beginnt sehr früh, dieses Jahr. Riesenrad also auch aufgebaut und fahrbereit.

Schokopudding hilft. Für und gegen alles mögliche.

Schwan mag scheinbar auch Kaffee.

Ab jetzt immer häufiger Nebel.

Und Schwupp ist schon Vorweihnachtszeit. Zeit vergeht. Oder auch nicht.


Wie wäre es mal mit ein bisschen Politik?

Am 2. November tagt nun also mal wieder das Kuratorium der Stiftung Garnisonkirche. Es wird ein Vorschlag “beraten”, der ein sogenanntes “Haus der Demokratie” ermöglichen soll.

Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert hofft auf ein Signal des Gremiums. (Artikel in der SZ) Ich persönlich hoffe darauf, dass Mike Schubert seinen Job beginnt ernst zu nehmen. Ich dachte immer, als Oberbürgermeister ist man Politiker, da erwarte ich schon ein bisschen Politik – am besten aktive Politik und nicht simples Hoffen.

Lassen wir mal die gesamte Geschichte dieses Projekts beiseite und dass es nie zu dieser Konstruktion und Konstellation hätte kommen dürfen. (Da könnte irgendwann mal jemand nachrecherchieren) Die Entwicklungen seit letzten Winter sind in diesem Brief des FÜR e.V. sehr gut beschrieben. Was liegt auf dem Tisch?

Es gibt ein Kuratorium mit 15 Mitglieder*innen. Mike Schubert ist als OBM Teil dieses Gremiums, genauso wie Michael Stübgen (CDU) als Innenminister des Landes Brandenburg – die beiden einzigen in aktiver politischer Verantwortung stehenden Akteure. Ansonsten sind da Kirchenvertreter*innen, honorige ehemalige Politiker*innen oder Aufsichtsräte mit dabei. Diese 15 Menschen haben aufgrund einer Laune der Lokalpolitik nun eine unglaubliche Macht und Verantwortung in die Hände bekommen.

Nach allgemeiner Lesart muss dieses Gremium mit Zweidrittelmehrheit (Also 10 Menschen) auf den Bau des Kirchenschiffs verzichten und damit eine von der Lokalpolitik und der Bevölkerung in irgendeiner Form gestaltbare Zukunft des Standortes zu ermöglichen. Das ist zwar strukturell grober Unfug, weil dieses Kirchenschiff allgemein als unfinanzierbar und ziemlich sinnlos gilt und nie gebaut werden wird. Aber so ist es formal nun.

Meine Erwartung, dass das Kuratorium das erkennt und in großer Dankbarkeit, dass der Turm größtenteils mit Fördermitteln aufgebaut wird und wurde, die Verantwortung übernimmt und einfach ohne weiteres Hin und Her und mit dem Gedanken der Versöhnung diese merkwürdige Verstrickung (auch mit dem Rechenzentrum auflöst) und die Satzung ändert, ist höchstwahrscheinlich zu hoch. Ein Großteil der Menschen im Kuratorium haben mit Lokalpolitik halt nichts am Hut, wohnen nicht hier, haben bestimmte Eigeninteressen – am deutlichsten erkennbar an der “Zeitspiel- und Ablenkungs-Taktik”, die nach dem Auffliegen der fragwürdigen Fördermittelpraktiken durch den Vorstand der Stiftung Garnisonkirche betrieben wird.

Ich erwarte deswegen von Mike Schubert, dass er sich nicht nur in Fototerminen für Kompromisse feiern lässt sondern diese politisch umsetzt. Also Politik betreibt. So ganz in echt. Wie so ein Politiker. Ich erwarte von der SPD Potsdam und der SPD Fraktion in der SVV, die letzte Woche noch ganz rührend die volle Unterstützung für “ihren” Oberbürgermeister verkündet haben (und lieber andere vor den Bus werfen), dass sie politische Verantwortung übernehmen.

Und ganz konkret. Ruft halt mal an bei Maren Otto, Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber (oder seinem Nachfolger), Dr. Martin Dutzmann, Renke Brahms, Maike Dencker, Dr. Bernhard Felmberg, Dr. Dr. h. c. Manfred Gentz, Harald Geywitz, Dr. Sven Lange, Prof. Dr. Jan Bernd Nordemann, Matthias Platzeck, Hiltrud Dorothea Werner, Angelika Zädow. Sprecht mit Michael Stübgen. Wieland Eschenburg wird das nämlich tun. Und dessen Agenda ist klar.

Macht Euch und allen anderen Menschen im Kuratorium klar, dass die Zeit, in der die Stadt Potsdam sich aus der Verantwortung zieht, vorbei ist. Macht deutlich, dass es diese Konstellation und diese Macht der Stiftung zwar noch gibt, dass sie aber politisch unerwünscht ist und über kurz oder lang mit allen Mitteln aufgelöst werden wird. Ist mir völlig egal, ob ihr das freundlich macht, Verbündete sucht, die Landespolitik mobilisiert, Machtworte sprecht, Druck macht. Nur, tut irgendwas und nicht so, als ob ihr da leider nichts machen könnt. Das ist nämlich in letzter Konsequenz ein Armutszeugnis. Ein Oberbürgermeister, der keine Politik macht, die stärkste Fraktion in der SVV, die mit sich selbst beschäftigt ist und nichts tut. Und wenn der Fototermin ansteht, sind alle wieder am Start. Mit Lächeln und Häppchen.

Vermutlich klappt das für die November-Sitzung des Kuratoriums nicht. Ich weiß jetzt schon, was da rauskommen wird (Vertagung aller relevanten Entscheidungen). Aber, lieber Mike Schubert, liebe SPD, liebe Rathauskooperation, das sollte wirklich das letzte Mal sein, dass Ihr dieses Thema so laufen lasst.

Macht halt Politik! (Und tut nicht nur so)

Ich schaue mir das aufmerksam und interessiert an. Mit Blick auf den Tagungsort der SVV und die fragliche Baustelle. Und ich drücke die Daumen.


Oktober 2022

Es wird Herbst. Ruckartig und schnell.

Kirchen sind schon wunderliche Bauwerke. Massiv, protzig, Raum greifend. Und ziemlich unpraktisch. Also. Zumindest unter funktionalen Gesichtspunkten (Dinge wie beispielsweise eine Ausstellung oder Christenlehre oder Gemeindearbeit haben nämlich nur im Keller Platz.)

Eine Reise in die Vergangenheit. Dorfstraße Hohenzieritz.

Gibt erstaunlicherweise nicht nur in Potsdam schönes Wasser.

In Potsdam aber auch. Und immer noch die merkwürdigen Algen auf der Havel.

Der Morgennebel wird häufiger. Bleibt trotzdem ein idyllischer Schulweg.

Herbstsofteis.

Ja, man kann alles vorhandene Equipment so bunt verkabeln, dass man im Proberaum doch ziemlich gut aufnehmen kann. Es ist also theoretisch alles für einen Winter ohne Konzerte und dafür mit vielen neuen Ideen und Songs vorbereitet. Mal sehen, was die Realität dann dazu sagt.

Blumen. Wasser. Sonne. Entschleunigung.

Stimmt. Es gab ja mal sowas wie Präsenzarbeit. Mit echten Büros. Merkwürdig. Wie in einem komplett anderen Leben.

Der Auftrag vom großen Kind war: Höre das neue BlackPink Album komplett und bewerte die einzelnen Songs. (Was deutlich leichter war, als die neue Taylor Swift Platte durchzuhalten)

Tilda Apfelkern.

Und dann. Ostsee. Bei surrealen 20 Grad und Sonne und Baden am letzten Oktoberwochenende. Im Grau. Im Dunkeln mit Nebel und Sternenhimmel. In Börgerende. In Heiligendamm, wo mittlerweile die morbiden Strandvillen schrittweise weiß angestrichen und zu Luxusdomizilen (nur echt mit AfA Abschreibung) umgewandelt werden und so jeglichen Charme verlieren. Mit Steinen und Sand in den Schuhen und überall. Immer wieder Ostsee. Schön.

Nur Halloween ist schwierig in klassischen Ferienorten. Dafür sind Fernseher in Ferienwohnungen mittlerweile so groß, dass (Kinder-)Gruselfilme richtig gut zur Geltung kommen.


September 2022

Spätsommer-Sommerfest-Sonnenuntergang. Schloss Golm. Gar nicht so weit von allem möglichen. War ich noch nie. Ein schöner Ort.

Überhaupt. Der Spätsommer-Himmel. (Oder es liegt an der neuen Handy-Kamera)

Zahlenschloss, bei dem sich unbemerkt der Code verstellt. Nach nur 1.300 Versuchen wieder aufbekommen. (Glück gehabt)

Rechenzentrum. Steht noch. Lebt noch. Immerhin. Richtig vorwärts bei der Zukunftssicherung dieses einzigartigen Ortes geht es allerdings immer noch nicht.

Mond über Potsdam.

Und die letzten Open-Air-Mir-Ist-Nachts-Nicht-Kalt Veranstaltungen.

Idylle #1 (Die Stadt ist deutlich dunkler. Überall der Versuch Energie zu sparen. Langzeitbelichtungen hellen das nachträglich wieder auf)

Idylle #2

Auf ganz vielen Ebenen ein bemerkenswertes Plakat. (Und immerhin hat sich jemand die Mühe gemacht, das ungefähr 20 Kilometer von Teltow entfernt in einem kleinen Ort an eine Laterne zu hängen)

Kellerkonzerte. Ein Traum.

So. Jetzt Herbst.

Bewegung.

Die taktischen Feinheiten.

Das Minsk ist wieder offen. Jetzt als Museum. Mal sehen, was irgendwann aus dem alten Landtag/Kreml/Kriegsschule wird. Und was als nächstes für ein Wappen an den Turm geklebt wird.

Die Macht der Zahlen.

Ziemlich kalt mittlerweile morgens, auch wenn die Sonne scheint.

Und der Monat endet im größten Tanz-Saal der Stadt. Letztes Konzert für dieses Jahr. Vermutlich. Ich glaube, ich war seitdem wir 2006 mit unserer damaligen Hip-Hop-Band im Lindenpark gespielt haben, nicht mehr dort – also drinnen. Und trotzdem waren sofort viele Erinnerungen da. An Schrammelbands im Keller, an Ballroom im Waldschloss (was es nicht mehr gibt und komplett Townhouses weichen musste) und die Fritz-Kneipe ein paar Häuser weiter. An “Run for Fun”, die Querbeet Disko, wo wir schlecht gelaunt immer auf die halbe Stunde Alternative/Crossover gewartet haben und das Pendeln zwischen Saal und Keller auf der Suche nach guter Musik. An Becks-Bier aus kleinen Flaschen und daran, dass damals alle fürchterlich viel auf der Tanzfläche geraucht haben. Das ist heute natürlich alles ganz anders. Der Lindenpark lag damals schon scheiße irgendwo mitten in Babelsberg, allerdings ist das heute durch die zunehmende Entwicklung des Wohngebietes drumherum natürlich nochmal anders. Lärmschutz hin oder her. Dass wie damals eine große Traube von Menschen nachts um halb 3 selig grölend auf der Stahnsdorfer Straße steht, kann ich mir irgendwie nicht mehr vorstellen. (Das findet man heute auf dem Bassinplatz) Was weder gut noch schlecht ist. Einfach nur ein Zeichen dafür, dass manches bleibt und sich manches ändert.


August 2022

Sommer. Und Blumen.

Und Seen. Potsdam halt.

Auf nach Weitweg.

Kattegat.

Freizeitpark Eis. Und Achterbahn. Und Zuckerwatte. Und Pommes.

Urlaubsshopping.

Steine sammeln.

Brücken helfen.

Und wieder zurück.

Irgendwo bei Krakow am See. Gerade beim Unterhalten über perfekte Road-Trip-Musik. (GusGus “Sustain” nach dem langen Intro) Motorschaden. Und das Ende meines Autos (Per Abschleppwagen wieder nach Rostock, dann mit Mietwagen nachts um halb 3 zu Hause) Passiert. Nun. Nichts passiert.

Und hier immer noch Sommer.

Einschulung. Juhu.

9. Klasse. Auch juhu!

Abenddämmerung immer noch schön. Aber viel zu früh. Der Sommer geht langsam zu Ende.

Und der erste Morgennebel kündigt den Herbst an. (Die Havel im Moment mit abgefahrenen Algen)

Dafür jetzt wieder ein Weg am Morgen, der immer am Wasser entlang führt. Langsam wieder mit Socken. Ich bestelle hiermit einen Spätsommer, der bis spätestes Ende Oktober geht.


Weitweg

Urlaub und Musik. Es gibt so Songs, kleine Perlen. Die schon so wunderschön und irgendwie auch mit besonderen Erinnerungen verknüpft sind. Und in einer sternenklaren Nacht unter Kopfhörern weitweg nochmal eine besondere Kraft entwickeln. Und deswegen: Danke Calico Horse (und Acid Pauli für das Get Lost V Mixtape), danke Christian Löffler


Juli 2022

Sommerhitze. Schon früh am Morgen glüht der Asphalt.

Sommerunwetter. (Verschiebt Kita-Aufführungen und bringt Zeitpläne durcheinander)

Tschüß Friedenshaus. Tschüß Kita.

Hmmpfft. Die Tage werden schon wieder kürzer. (Jammern auf hohem Niveau)

Ach, Musik. Und Sommerabende.

Sommer-Discgolf-Idylle im BuGa Park.

Highlight-Aufritt auf der WagenHausBurg. Inklusive Pyro und lauer Sommernacht.

Localize Potsdam. Immer wieder schön. Diesmal auf dem alten Postgelände hinterm Telegraphenberg.

Blumen auch schön. (Brauchen viel Wasser im Moment.)

Sehr warm. Auch im Schatten.

Potsdam ist schon ziemlich schön. Im Sommer. Vom Wasser.

Fototapetenschön. Und man kann wirklich an vielen Stellen auf ganz unterschiedliche Arten baden gehen.

Knallsüß und sehr lecker.

Detect-Festival. Ach. Ein wundervoller Abschluss des Monats. Was Bilder nur sehr unzureichend wiedergeben können. Selbst wenn sie deutlich besser wären als diese. Bilder stützen ja Erinnerungen. Diese Erinnerungen brauchen allerdings gar keine visuelle Stütze.

(Randbemerkung: Ein wirklich liebevoll und aufwändig produziertes Festival. Mit unglaublich gutem Klang – mag ich sehr, ist einfach wirklich schön, Musik mit guter Anlage zu hören – und sehr angenehmer überschaubarer Besucheranzahl. Ist mir völlig egal, ob sich sowas finanziert, trägt, wirtschaftlich ist. Liebe Fördermittelgeber, gerade liebe Staatsministerin für Kultur und Medien, macht das mal, fördert sowas und noch 723 andere Wald- und Wiesen-Musik-Theater-Sonstwas-Festivals für Klassik, Techno, Stoner Rock, was auch immer. Das ist so viel besser angelegt als viele andere Sachen, worauf ihr Geld werft. Looking at you, Garnisonkirche Potsdam!)

Das letzte Bild des Monats: Prenzlau. Nun. War ich auch noch nie. Hat einen See. Ganz hübsch, eigentlich. Und dieses Bild steht dann exemplarisch als Erinnerungsstütze für die diversen ungewöhnlichen Dinge, die diesen Monat unfotografiert passiert sind.


Juni 2022

Im Sommer und im Abendlicht ist Potsdam schon an vielen Ecken schön.

Kurz nicht hingeschaut. Tisch bemalt. Papier war halt alle.

Doch. Schöne Frisuren. Und beeindruckend große Tiere.

Das auch im Juni schöne Motiv. Idylle plus Erfrischung. Plus schöne Erinnerungen. Immer wieder.

Und jetzt müssen (dürfen) wir wieder in den Proberaum

Kellerparties, beste Parties.

Open Air und live ist aber auch gut.

Selbsterklärend.

Blumen brauchen Wasser. Regnen tut es selten.

Bratkartoffeln riechen gut, schmecken. Einziger Nachteil. Wird noch wärmer in der Wohnung.

Volkparkfrisbeegolfblumenidylle.

Oma wäre dieses Jahr 102 geworden. Traditionen sind schon auch was schönes.

Habe ich erwähnt, dass das Motiv nie langweilig wird?

Der Juni endet mit und am Wasser. Sommer. Schon schön. Baden gehen. Mal hier, mal da. Mal tagsüber, mal Abends. Mit den unterschiedlichsten Farbtönen im Abendlicht und auch sonst. Und Musik. Aber die kann man schlecht fotografieren.


Mai 2022

Endlich wieder im Proberaum

Und auf dem Rückweg bei der Fahrt durch die Provinz Musik hören.

Und. Endlich. Wieder. Live. Spielen. (Im Modus live im Casino). Das hat schon ganz schön gefehlt.

Genau wie Sommerabende an der Feuertonne.

Ein Stück Normalität quasi.

Waschmaschine. Erst kaputt. Dann wieder ganz. Puh.

Teilweise schon sehr sommerlich. Der Mai. Auf dem Bassinplatz dröhnen jetzt die Boom-Boxen. Die Jugend hört scheinbar unironisch Schlager. Nunja.

Zeit für Eis.

Und Feen-Flügel.

Die Tee-Zeit ist deswegen noch lange nicht beendet.

Und Bratkartoffeln sind zwar auch kein typisches Sommer-Essen. Riechen aber intensiv und gut.

Ziemlich schön. Die Stadt, abends. Bei Nacht. (Ich hoffe weiterhin sehr, dass die Sommerzeit irgendwie erhalten bleibt. Also. Meinetwegen kann die Winterzeit abgeschafft werden. Aber diese Abende, an denen es lange hell ist, es irgendwann langsam dämmert. Und noch ein bisschen Licht zu sehen ist, auch wenn es spät ist. Die würde ich schon sehr vermissen. Und um 20 Uhr fühlt sich das irgendwie anders an)

Das nicht langweilig werdende Motiv der Badestelle gegenüber vom Marmorpalais.

Die Lampe rechts ist neu. Ansonsten natürlich weiterhin sehr schön.

Und gegen Ende des Monats wird es plötzlich wieder kühler. Regen. Sonne. Sturm teilweise. Verrückt. Oder normal.


Uli und Kalle – Saison 2021/22

Die Fußball-Bundesliga und ich. Wir hatten ein etwas schwieriges Miteinander diese Saison. Das färbte natürlich auch auf das am längsten laufende Managerspiel der Welt ab. Und wenn ich mir die etwas schrumpfende Zahl der Mitspieler so anschaue, ging das scheinbar nicht nur mir so. Ich entschuldige mich in aller Form für die teilweise wirklich lange dauernde Auswertung einzelner Spieltage, die Beantwortung von Fragen und die Fehlerbehebung.

Aber jetzt ist erst einmal Sommerpause. Und tatsächlich empfand ich mit dem Ende der Saison und den durchaus beeindruckenden Europapokal-Abenden wieder so etwas wie Fußball-Freude. Vielleicht schlägt sich das ja auch auf die etwas brachliegende Weiterentwicklung nieder.

Jetzt erst einmal die Siegerehrung. In der Original-Liga schlägt der Rekordmeister Überstern Galaktika mit seriösen 1.200 Punkten zurück.

  1. 1201 Überstern Galaktika
  2. 1107.5 Helsinki IF
  3. 982 Hollywood Strikers
  4. 935.75 The LoveSaviors
  5. 925.5 Allez-les-Bleus!

In der allesausseraas.de Liga braucht es deutlich mehr für den Titel. Herzlichen Glückwunsch The Muffin Men

  1. 1346.5 The Muffin Men
  2. 1221.5 TSV Strunzenöd-Haidhausen
  3. 1134 Spandau Eagles
  4. 1020 RedArmyFC
  5. 1007 Herta BSE

Bei den drei verbliebenden Teilnehmern weiß ich nicht wie ernst die Wettbewerber die Kreisliga Waldeck noch nehmen. Vermutlich ähnlich ernst wie Borussia Dortmund den UEFA Cup. Vielleicht ist der FC Burners ja dann Eintracht Frankfurt?

  1. 1307.5 FC Burners No.7
  2. 1124.5 Eintracht Hörle
  3. 937 2. SG Albern Berlin

Allen Gewinnern und Platzierten gehört digital und symbolisch dieser Pokal, der analog natürlich im Kinderzimmer bleiben muss. Besorgt Euch selbst eine Kopie.

Ich mache den Transfermarkt demnächst zu und dann sehen wir uns in alter Frische oder mit neuen Gesichtern Anfang August wieder.


April 2022

Es wird Frühling. Nachts auf dem Bassinplatz.

Mit Aprilwetter. Aber Frühling.

Coffee to go und mit Aussicht.
Noch ist es 21.45 Uhr dunkel und beim Autofahren durch Berlin und dem großen Kind zuhören gibt es ein Lichtermeer.

Das kleine Kind malt mir derweil Esel auf das Homeoffice Flipchart.

Und lässt mich Schnecken aus Kapla Bausteinen bauen.

Zwischendurch scheint die Sonne.

Oder es stürmt.

Gewöhnlichkeitsunterbrechung Teil 1

Am Ende der Welt

Mit durchaus viel Wasser und Schnee.

Und dem unverwechselbaren Licht und der Stimmung auf der Laugavegur.

Kaum zurück. Alles grün. Oder weiß. Oder Rosa.

Gewöhnlichkeitsunterbrechung Teil 2. Hach. Danke.

Erwachsen oder nicht. Ist eigentlich egal. Kindern beim groß werden zuzuschauen ist schon bewegend.

Und Schwupps ist Mai. Zeit vergeht. […] Und in Wirklichkeit ist alles noch da.


März 2022

Potsdam am Wasser ist schon schön. Besonders im sonnigen und kalten Frühling. Wären die Hochhäuser weg, könnte man vermutlich Sanssouci sehen.

Kein einziges Mal gefrorene Seen diesen Winter. Nur eine kleine Eisschicht Anfang März.

Wollsocken also noch durchaus angemessen.

Merke: Wenn die Benzinpreise am höchsten, dann lohnt sich der erste wirklich weite Tagestrip mit dem Auto am meisten.

Ausflug zu den Großeltern und in die Vergangenheit. Das Los des ersten Enkels. Man kann “Blumenkind bei einer NVA Hochzeit” in den Lebenslauf eintragen.

Zweiter Ausflug in die Vergangenheit. Nach mehr als 2 Jahren wieder im (mittlerweile nicht mehr aktuellen) Büro. Das Kanban Board ist Stand März 2020.

Landflucht

Manchmal auch nachts.

Und im Nebel.

Endlich wieder im Proberaum.

Und endlich wieder Frühling. Schön.


Februar 2022

Eine Konstante. Derzeit. Mia als ständige Begleiterin. Ob als Hörspiel, im “App-Gerät” oder in Kostümen.

Kurz nach der Professionalisierung der Steckerei (mit kombinierbaren Platten) war diese Phase dann auch beendet.

Relativ viel Grau und Regen. Aber Februar ist auch der Monat, in dem die längeren Tage sich langsam deutlicher bemerkbar machen.

Und immer mal wieder gibt es einen Hauch von Frühling. Oder zumindest blauen Himmel.

Während das Kind sich mit Pferden vergnügt, kurzer Abstecher zu einem Ort der Kindheit/Jugend.

Rechenzentrum. Ob als Kulisse. Als Ort zum Sein. Als Arbeitsplatz. Als vielleicht bald Computer-Spiel oder als Bestandteil von stadtpolitischen Debatten. Nagut. Die stadtpolitische Debatte dreht sich eigentlich diesen Monat um die Baustelle nebenan und das leicht mafiös riechende Schnellball-Fördermittelbetrugssystem, mit dem die Garnisonkirche vielleicht wieder aufgebaut wird.

Immerhin einmal (das erste Mal seit September) wieder im Park zum Frisbee Golfen.

Sturm. (Tiefdruckgebiete mit X, Y und Z) Schmeißt Schilder ins Wasser und Bäume um.

Und schmeißt auch Blumen im Raum im RZ um. (Altes Fenster. Ging eigentlich gar nicht auf. Deswegen standen Dinge davor. Auf der Fensterbank. Der Wind hat es aufgedrückt. Haufen Dreck und alles durcheinander. Aber nichts kaputt.)

Die Sonne steht jetzt wieder so, dass es schönes Abendrot Richtung Charlottenstraße/Potsdam West gibt.

Corona ist und bleibt ein Drecksvirus und eine Plage. Auch wenn sich an dem 24.2.2022 noch ganz andere Themen besorgniserregend über vieles legen.

Spazieren gehen und Seeblick machen Kriege in Europa nicht ungeschehen, helfen aber trotzdem.

Unangenehmes Montagsritual. “Dramonstrationen” (O-Ton, 6-jähriges Kind) begleitet von Pferdestaffeln. Kundgebung und Gegenkundgebung, die kaum zu unterscheiden sind, im Grau der Nacht. Wirkungsvolle, kreative, künstlerische und diskursive Positionierungen scheitern nicht an mangelnden Ideen und Engament sondern an haltungsloser provinzieller Kleinkariertheit. (Oder Dummheit) Potsdam halt.

Und zum Schluss. Das große Kind ist jetzt 14. Zeit vergeht. Oder wir. Eine Frage der Perspektive vermutlich. Dass gründlich zu durchdenken, dafür ist ja Zeit. Bald ist Frühling.


Januar 2022

Doch. Immer mal gab es Stunden, Tage, an denen das Januar-Grau Pause machte.

Ständige Begleiter.

Winterhochdruckwetter ist besser als Wintertiefdruckwetter.

Bassinplatz. Riesenrad wird abgebaut. Ein seltsames Schauspiel beginnt, meistens Montags, in der Innenstadt. Wer ist wer? Wer hat den Verstand verloren? Wer nicht? “Oh, eine Dramonstration”, sagt das kleine Kind.

Quarantäne Teil X (Überblick verloren) für das Kita-Kind. Wunderlichkeiten halten sich bis auf die Frühstücks-Bestellung “Müsli und rohe Schinkenwürfel” in Grenzen.

Pandemie-Routine: Wenn Kind mal wieder zu Hause und kurz Zeit. Dann Brandschutzunterweisung in der Badewanne.

Immerhin einmal Schnee.

Auch Routine. Trainiert langfristige Vorfreude. Nun.

Gelegentliche Landflucht. Weit weg ging es ja nicht. Ich glaube, ich habe dieses Jahr noch nicht getankt.

Jetzt auch alle Kinder mit allen empfohlenen Impfungen durch.

Ganz langsam, wird es langsam wieder heller. Merkt man vor allem morgens.

Und immer wieder Kiasmos.


Schöne Weihnachten

Ein ungewöhnliches Jahr. Trotzdem oder genau deswegen. Schöne Weihnachten. Allen, die hier weswegen auch immer vorbeischauen. Habt es schön. Und hört Musik. Ist im Moment deutlich besser für das psychische Wohlbefinden als Nachrichten zu lesen.


Weihnachtsmarkt weg. Riesenrad an. Nanu?

Fährt ein bisschen vor sich hin. Scheinbar immer mal mit Passagieren. Leise melancholische Weihnachtsmusik. Platz ist leer. Merkwürdige Athmosphäre.


Achtung: Harter Winter.

Memo an mich selbst. Lieber Musik machen, als sich über Dinge aufregen, die nur sehr begrenzt beeinflussbar sind. Tee trinken. Und lieber weniger als mehr Nachrichten und/oder Social Media lesen.


Weihnachtsmarkt weg. Riesenrad noch da. Aber aus.

Weihnachtsmarkt abgebaut. Nur das Riesenrad steht noch. Die Beleuchtung ist aus. Sodass man dort hindurch die Lichter in den Fenstern des Bergmann-Klinikums sieht. Komische Zeit. Ohje.


Kellerarchiv und Rock’n’Roll in der Kleinstadt

Die große Tochter sucht Vintage Deko für ihr Zimmer. Auf der Suche danach im Kellerarchiv finden sich erstaunliche Dinge. Was ne andere Zeit.

Ich hatte das ursprünglich mal auf Twitter als Thread veröffentlicht. Und dann ist mir eingefallen, dass es ja dieses Blog gibt, damit ich das alles irgendwann selbst wiederfinde.

Oder die Entstehung meines Twitter-Namens. Damals im alten Spartacus. Mit Aggro-Berlin-Kindern, die erst Ruhe gaben, als @EllenAura sagte: „Dich kenne ich ausm Wildpark-Bus“

Minh-Fashion und Cem Efe Fanclub präsentieren …

Schau ans Firmament, weil da das Z brennt. Oder so. Auch auf Nico Gehns Mini.

Lokalpresse ftw.

Wenn ein Lokaljournalist versucht feuilletonistisch über ein HipHop Festival zu schreiben. Ich erinnere mich, dass wir kein Wort verstanden haben, die Formulierung „Samples aus der Ritze DJ A-Beats“ aber in den spätpubertären Sprachgebrauch aufgenommen wurde.

Plattencover und Notizzettel. Erstaunlich unkronket, die Aufforderung. Wann ist denn „morgen früh“. Und wer sollte wen wecken? @EllenAura

Die Zeit der selbst gedruckten Cover und gebrannten CDs.

Knallhart Zigarettenwerbung damals auf den Flyern der Jugendclubs.

Naja. Ende von Lied. Meine ganzen Erinnerungen findet das Kind „lustig“. An die Wand klebt sie sich aber Vinyls und alte Ausgaben vom Neuen Deutschland mit schlimmster Propaganda („Die sehen so schön Vintage aus“. Ja, wir haben darüber gesprochen und ich habe es erklärt!)


Homeoffice Kopfhörer

Ich hatte gehofft, das Ding hält bis zum Ende der Pandemie. Nunja.