Frost

  


#NoPogida s01e02

Das Laientheater Groß Glienicke führte soeben den zweiten Teil der Co-Produktion von Netflix und dem Brandenburger Innenministerium #NoPogida vor meiner Haustür auf. Solange die Eindrücke noch frisch sind, hier meine Kurzkritik:

Die Idee der Serie ist einfach. Man nehme einen Haufen Irrer, setze sie irgendwo aus, lasse sie rumschreien und warte wie die durch Laienschauspieler dargestellten normalen Menschen darauf reagieren. Das ganze inszeniert in einer düsteren, winterlichen Provinzstadt mit einem Haufen real wirkender Special-Effects und massiven Einsatz von Statisten, fertig. Soweit so bekannt. Im ersten Teil (“Potsdam ist verloren“) schemenhaft angerissen, kristallisierten sich in der zweiten Folge (“Die Stadt rennt“) die Protagonisten klarer heraus.

Der irre wirkende Rädelsführer Christian M. wird erstmals richtig in den Mittelpunkt gerückt. Fein gespielt durch Christian Müller, raffiniert mit dem Hertha(?)-Schal als Gadget. Ich bin gespannt, wie dieses Accessoire in den folgenden Teilen eingesetzt wird.

Der knuffige Oberbürgermeister mit buntem Schal (ohne Verein), der Farbe bekennt und noch mindestens 10 Gegendemonstrationen organisieren möchte.

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Der sympathische Zausel, der mit Handy durch die Stadt irrlichtert, sich filmt und bei Minus 5 Grad so friert, dass er nicht sprechen kann, es aber trotzdem tut. Achtung SpoilerAlert. Er wird sich als stellvertretender Chefredakteur einer Lokalpostille herausstellen. Vielleicht im Krieg gegen die anderen Lokaljournalisten, die schon den ganzen Tag von “Ausnahmezustand”, “Kampf”, “WaWes” und aufgeheizter Stimmung sprachen.

Die vielen noch namenlosen Polizisten mit Nummern: Wer wird eine größere Rolle in den nächsten Folgen spielen? A2100 oder doch A2102?

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Zwischendurch gab’s rasante Action. Durch die Medienanstalt Berlin-Brandenburg wurde Equipment aus anderen Bundesländern organisiert und in der Stadt hin und her bewegt sowie der Einsatz erwogen. Der Zuschauer nahm, wie schon im ersten Teil, die ungewohnte Perspektive aus der Mitte der Stadt ein. Der Blick aus dem Fenster, der immer nur ein Teil des Geschehens preisgibt, nie wertet.  Ansonsten musste er sich durch die im Screen integrierten Social-Media-Elemente und Newsstreams seine Meinung selbst bilden. Gerade durch diese begrenzte Perspektive kamen die unvermittelt einbrechenden “Protestationen” (O-Ton K1) mit rennenden Menschen, viel Licht, dezenter Sounduntermalung durch Polizeihelikopter gut zur Geltung. Auf Dauer verlangt dieses Konzept aber auch eine ganze Menge Konzentration und Aufmerksamkeit. Nebenbei weggucken und Binge-Watching zur Entspannung geht mit diesem Format nicht.

Gefallen hat mir die Optik. Das Schwarz der Polizei, das Schwarz der Demonstranten kontrastierte sehr gut mit dem Weiß des Schnees und dem Blau der Sirenen. Auch gut, die liebevollen Details: Handgemalte Plakate, sympathische Nebenrollen wie die drei 16-Jährigen: “Wo sind denn die Nazis? Was die wenigen da hinten? Was sind denn das für Pussys!”), vereinzelte, gut choreographierte Gesänge und Polizisten, die persönlich mit Demonstranten bekannt waren. Das hat Potential.

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Nicht überzeugt bin ich, dass die Hauptrolle des Christian M. über mehrere Folgen trägt. Zu eindimensional scheint mir diese konzipiert. Solche zentralen Charaktere brauchen doch etwas mehr, nicht nur rhetorischer Raffinesse. Dass man ihm schon in der zweiten Folge einen Haufen drolliger Hooligans von Hertha BSC und dem BFC Dynamo (vielleicht wird dort da demnächst eine Seitenhandlung, die in der DDR spielt, aufgemacht) zur Seite stellen musste um die Spannung zu halten, spricht nicht für den Drehbuchautor.

Auch wenn das der Realität entspricht, dass in einer Kleinstadt um 10 Uhr abends die Bürgersteige hochgeklappt werden und das dementsprechend detailgenau abgebildet wurde, im Fernsehen möchte ich das eigentlich nicht sehen. Und bei allem Einsatz der zahlreichen Laiendarsteller auf Seiten der Gegendemonstranten und meiner Sympathie für dieses Engagement, man merkte einigen doch an, dass sie eigentlich sinnvolleres zu tun hätten. Aber wenn das Fernsehen ruft, muss man sich einbringen und einen Flop der Produktion, der zwangsläufig auf die ganze Stadt zurückfallen würde, verhindern. (Nicht auszudenken, wenn plötzlich nur noch Christian M. monologisierend durch die Serie rennen würde und keine Gegenstimmen kämen)

Notgedrungen werde ich wahrscheinlich auch noch einmal in Episode3 nächsten Mittwoch reinschauen. Ich würde die Serie aber auch nicht vermissen, meinetwegen kann man das nach der dritten Folge absetzen. Es ist ein bisschen teuer (Über den bekloppten Namen müssen wir nicht sprechen, oder? Man sollte das demnächst nicht übersetzen und den Originaltitel so lassen.) und das Geld sollte man lieber in ein ordentliches Remake von “Der Schatz im Silbersee” einsetzen.


Walk. Don’t walk.

Heute soll vor unserer Haustür wieder spazieren gegangen werden. Zusätzlich zu Pegida bzw. Pogida-Freaks haben sich jetzt noch Hooligan-Freaks angekündigt. (Ich unterstelle, das Interesse von Hertha BSC und BFC Hooligans an der Ausübung ihrer Meinungsfreiheit und einem Beitrag zum politischen Diskurs ausgerechnet auf dem Bassinplatz in Potsdam ist bei der Buchung des Charterbusses eher nachgeordnet gewesen.)

Die Reaktion ist vorhersehbar: Es wird eine Gegenveranstaltung geben. Der Oberbürgermeister ruft, “Potsdam ist bunt”, viele Menschen werden Krach machen. Es wird Provokationen von allen Seiten geben. Pegida Freaks werden geradeso vom Recht auf Meinungsfreiheit gedecktes Nazizeug brüllen. Autonome Freaks werden durchdrehen und Dinge schmeißen, die Polizei wird dazwischen stehen. Die CDU wird morgen “linke Gewalt” nicht hinnehmen, sie unberechtigt mit rechtem Terror gleichsetzen und fordern, dass sich so etwas nicht wiederholen darf. Die AfD wird in bester Tradition alles, was passiert für ihre lächerliche Kundgebung am Freitag ausschlachten und sich einen Ast freuen. Auf Facebook werden im Vorfeld und im Nachgang 47.564 Kommentare mit 212.456 Ausrufzeichen in diversen Gruppen gepostet, die jeweils den Vorredner für vollkommen geistesgestört erklären. Irgendein versprengter Nachwuchspolitiker wird zusammenhangslos eine Obergrenze für Flüchtlinge fordern.

Liebe Pegida, Pogida, etc. Demonstranten: Hört auf dem Spazierengehen-Unsinn. Lasst es. Bleibt weg. Kommt nicht wieder. Ja, ich weiß, Meinungsfreiheit, Recht auf … Ich will Euch Eure Ansichten auch nicht ausreden. Das hält das Land schon aus. Aber bitte führt diesen Tanz auf dem rhetorischen Drahtseil immer kurz vor dem Abgrund Volksverhetzung doch bitte woanders aus. Provoziert doch meinetwegen irgendwo auf einem stillgelegten Militärflughafen die Maulwürfe. Aber lasst diesen Unfug mitten in der Stadt und vor meiner Haustür. Ihr könnt das meinetwegen heute in Potsdam noch einmal ausprobieren, ob Ihr “das Volk” seid und daran scheitern. Aber lasst das bitte nicht zur Gewohnheit werden. Es ist lächerlich und anstrengend.

Danke.


Uli und Kalle – Rückrunde 2015/16

Der Winterurlaub für die Manager im Uli und Kalle Spiel ist beendet. Bitte alle an ihren Arbeitsplatz und gründlich überlegen, wie viel Kevin Großkreutz in seiner neuen Rolle als Stuttgarter Ultra wert ist. Außerdem stehen auch wieder zahlungskräftige Partner aus dem Mediengeschäft und Interessenten für das Sponsoring bereit.

Die Winterpause ist außerdem ein optimaler Zeitpunkt, um Neueinsteiger in das Spiel zu locken. Teilzeitmanager sollten außerdem überprüfen, ob die Spieler, die ja sonst auch klaglos eine Weile alleine klarkommen, noch mit langfristigen Knebelverträgen ausgestattet oder mittlerweile schon gar nicht mehr im Verein sind.

In den nächsten Tagen, bis zum Rückrundenauftakt am Freitag, wird allen Klubs, die a) keine Punkte diese Saison und b) keinen einzigen Spieler im Kader haben die Lizenz entzogen (umgangssprachlich: gelöscht) Es steht den dann vereinslosen Managern selbstverständlich frei, gleich wieder einen neuen Verein zu gründen.

Viel Vergnügen.


Notiz an mich selbst

Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Du sollst keine Kommentare lesen. Nicht auf Facebook, nicht auf SpOn, nichtmal auf Monitor.de oder Tagesschau.de

Ausnahmen sind aaaas.de und ausgewählte andere Blogs, die nicht ihre gesamte Diskussionskultur auf Facebook ausgelagert haben.

Die besorgten Bürger mit ihrem “Der Staat …”, “… wird alles für die Ausländer ausgegeben …”, “Weltverschwörung!”, “Mimimi” gehen mir sowas von auf die Nerven.


Dienstreise mit Ausblick

   
    
   


Gestern vor der Haustür oder das Ende unseres Weihnachtsbaums

Soeben flatterte mir ein Zeitdokument entgegen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das lange online ist (*), ich werde mir das mal für persönliche Zwecke abspeichern. Bitte Ton anschalten und beim weiteren Lesen anhören. (Der Ton ist deutlich wichtiger als das Bild)

Im Bild: Die Sicht aus einem der Busse, der gestern Berliner Bärgida-Aktivisten nach Potsdam zum angemeldeten “Abendspaziergang” bringen sollte. Wir hören: Die Protagonisten des Widerstands gegen die Islamisierung des Abendlands. Aber der Reihe nach.

Ich bin ja schon etwas älter und gemeinhin unverdächtig allzu radikale Positionen zu vertreten. Ich stimme in der allgemeinen Debatte um Kölner Hauptbahnhof, Pegida, Flüchtlinge, etc. Positionen wie der von Sascha Lobo (“Es ist nicht so einfach, wie man es gerne hätte“) zu. Ich halte die meisten Pegida-Demonstranten, BRD-Gmbh-Aluhut-Träger, wertkonservative besorgte Bürger, Krawall-Touristen auf Demos, Frauen-Belästiger, Taschendiebe, usw. hauptsächlich für Arschlöcher, die in der Regel deutlich zu wenig Demut vor dem Leben haben, dass sie hier leben dürfen. Ich finde es schade, dass mittlerweile jeder nur noch Informationen sucht, die seine Position untermauern. Ich wundere mich, dass ich heutzutage in dieser Frage großen Respekt vor Angela Merkel habe und hoffe, dass sie ihre Position (“Wir schaffen das“) gegen die Stammtischbazis durchbekommt.

Genug der Vorrede? Kommen wir zu meiner Haustür und dem Weihnachtsbaum.

Gegen Montag mittag die Informationen “Pegida-Demo heute Abend in Potsdam“, “Gegendemos hier und dort“, “Kommt doch alle“. Gegen 19 Uhr lief die erste Gegendemo vor dem Fenster (gegenüber der Wilhelmgalerie) vorbei. Kind 1 fragt. “Was ist das? Warum sind die so laut“. Wir antworten: “Die demonstrieren gegen dumme Leute, kann man ja mal machen.” Kind 1 geht ins Bett, “Bibi und Tina” ist lauter als Pegida und Antifa zusammen. Parallel schaue ich mal bei Twitter und in den MAZ Live-Ticker. Man schaut heut ja in einen Bildschirm und geht nicht raus. Eigentlich peinlich, aber wir haben die Ausrede, dass Kind 2 mit vier Wochen noch nicht zum differenzierten Bilden einer eigenen Meinung verpflichtet ist und außerdem gerade unglücklich war. Gegen 10 schlafen Kind 1 und 2, plötzlich bimmeln die Glocken der Peter und Paul Kirche auf dem Bassinplatz wie blöd. Aha, das machen die ja immer, wenn fragwürdige Redner auf dem Platz reden wollen. Was von Barrikaden im Internet gelesen. Selbst zum besorgtem Bürger geworden. Mein Auto parkte da neben einer Baustelle. Wenn das einer … beim Bauen einer Barrikade … Irgendein Kratzer … Irgendeine Lampe kaputt … Dann wäre ich aber spazieren gegangen !!! (Schweigersche Ausrufezeichen!!!) Nachschauen, alle schon weg Richtung Krankenhaus. Kurz hinterhergegangen. Selber ein Bild machen. Der Lügenpresse kann man ja nicht trauen. Und ob Russia Today berichten würde? Viele Polizisten, viele Gegendemonstranten, sahen im Nachtnebel alle gleich aus. Laute “Nazis raus” Sprechchöre. Hektisch brüllende Polizisten, hektisch brüllende engagierte junge Menschen. Viel Gerenne. Wohin erschloss sich mir nicht. Sah ein bisschen aus wie Kindergeburtstag oder Fange spielen. Nach Hause gegangen.

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Heute dann die üblichen Spiele. Die Reaktionen: “Randale wie in Potsdam stärkt die Pegida-Szene“, “CDU: Vorfälle sind nicht hinzunehmen“.

Wenn man die Stimmen in dem Bus hört, hat das gestern die Pegida Bewegung nicht gestärkt (“Potsdam ist verloren“). Der Reflex der CDU dauernd irgendetwas nicht hinzunehmen geht mir auf die Ketten. Genauso wie der Reflex “gegen Rechts- UND Linksradikale”. (Sehr schön übrigens die Bildbeschreibung in dem verlinkten Artikel “CDU-Fraktionschef Matthias Finken ist gegen linke und rechte Gewalt.“) Teile Eurer Partei sind mit Eurem wissentlich falschen Gebrülle (Die Rechtschreibkontrolle macht aus Geprolle übrigens Gebrülle, passt beides) wie “Obergrenze!”, “Gastrecht missbrauchen” übrigens mit dafür verantwortlich, dass diese “Besorgnis” immer weiter steigt. Nur so als Tipp: Den Leuten hier geht es grundsätzlich ziemlich gut, wenn man ihnen aber dauernd erzählt, wie wenig wir das alles schaffen, fängt man wirklich an, Angst zu haben. Aber ich schweife ab. Und wenn ich jetzt anfange mich über Horst Seehofer aufzuregen, nimmt das kein gutes Ende.

Meinetwegen kann man das alles aufarbeiten, “die Rädelsführer” suchen, nachdenken, wie man das in Zukunft anders machen kann. Sich über linke Chaoten beschweren (Ja, das sind wirklich teilweise Chaoten, die sind aber meistens 17 und in der Pubertät und kommen nicht wie die anreisenden Pegida-Spinner aus Berlin (!) mit dem Charter-Bus (!) zu einer Demo in eine für sie offensichtliche komplett fremde Stadt und äußern menschenverachtendes Zeug. “Nazis raus!” ist doch etwas anderes diese Mischung aus Angst, Dummheit, Freude über Gewalt in dem Bus)

Ich persönlich habe im Moment gar keine Angst vor den “Linken”. Ich brauche persönlich, wie gesagt, keine fliegende Steine (“Mein Auto …”), bin aber in der Lage zu abstrahieren, dass linke Chaoten hauptsächlich gegen rechte Chaoten stänkern wohingegen rechte Chaoten hauptsächlich gegen Unschuldige hetzen. Das macht mir deutlich mehr Sorgen. Aus der linken Szene nehme ich persönlich außerdem im Moment eine große zivilgesellschaftliche Unterstützung bei der Bewältigung der logistischen Herausforderungen wahr, das fehlt mir von der Gegenseite doch deutlich.

Insofern konnte ich eine heimliche Freude darüber, dass unser Weihnachtsbaum, der auf der Straße lag und eigentlich schon letzte Woche abgeholt werden sollte, heute weg war, nicht verhehlen. Er gehörte vielleicht zu den Dingen, die dem Bus entgegen geworfen wurde (Besser ‘nen Baum als ‘nen Stein) und dazu führte, dass die Bärgida-Besucher ihr Video mit den Worten “Fahr, fahr, fahr raus aus Potsdam” enden lassen.

Und das ist doch ein schönes Ende eines Weihnachtsbaums. Hat uns nicht nur schöne Feiertage beschert und Geschenke illuminiert sondern auch dafür gesorgt, dass diese Arschlöcher nicht wiederkommen.

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(Tree of love, außen Wilhelm-Galerie, hier spielt das obige Video)

(*) Es ist mir komplett rätselhaft, wie man dieses Video als Beteiligter freiwillig einer Öffentlichkeit zugänglich macht. Ich rechne damit, dass den Beteiligten das demnächst auffällt.


Aufnahmen

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Kekse

Ach, ein Kleinod. Macht gute Laune.

via @holgi


Vierschanzentournee 15/16

Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass ich dieses Jahr von jedem Springen mindestens eine halbe Stunde gesehen habe. Und das hat weniger mit Richie und Severin als vielmehr mit Urlaub und einem iPad, was man auch bei seltsamen Beschäftigungen durch die Wohnung schleppen kann, zu tun.

Ja, immer mal wieder blitzt das auf, was mich mal vor Jahren vor dem Fernseher fesselte. Ja, ich finde immer noch, Tom Bartels gehört an den Schanzentisch und ich habe ihn richtig vermisst. Ja, die Bilder sind toll, die Leistungen wahrscheinlich irgendwie auch.

Aber mal ehrlich. Ein Haufen magersüchtiger Jungs mit verträumten Indie-Frisuren kachelt sich die Keramikspur in das grüne Tal hinunter. Wie weit sie springen, ist zwar nicht egal, aber gewinnen tut dann doch derjenige, der den besten Koeffizienten aus Wind, Absprungposition, Planetenkonstellation und Anzugfarbe hat. Vielleicht habe ich das vor zehn Jahren einfach nur entspannter zur Kenntnis genommen, aber mir scheint als Laie, da hat sich jemand nachhaltig seinen Sport ruiniert. Anstatt vielleicht Equipment vorzuschreiben, der ein Meter pro Sekunde Wind mehr oder weniger egal macht oder die Jungs zu zwingen, mal etwas zu essen, hat man sich da eine nette Computersimulation gebaut, die das ganze dann doch – hmm – etwas seltsam macht.

Kommentatorphrase #1 auf dem Index 2016: “Die Bedingungen …”


Bürgeramt Spandau

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Schneemorgen

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Eisblumen

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2016 – Willkommen

Darts-WM während ich hier tänzelnd von einem Bein aufs andere wippe, um die Manduca nicht still ruhen zu lassen. (Runtastic zeichnete für die letzte Session 1,2 Kilometer “Walking” in der Wohnung auf.) Skispringen im Halbschlaf auf der Couch. Eine EM mit Island, verfluchten 24 Teams und Olli Bierhoff verkleidet als Hashtag. Olympische Spiele in einer anderen Zeitzone (und von meiner Seite hoffentlich in einem anderen Land). Ryder Cup, undundund. Ein Schaltjahr: Also jede Menge los in der Welt des Sports. Und noch komplett unvorhersehbar, ob ich deutlich mehr oder deutlich weniger konsumieren werde. Gibt es so etwas wie Mundharmonikahalter fürs Handy, dass ich mir das bei Gelegenheit vors Gesicht binden kann? Dann wird es mehr. Schauen wir mal.


Dorfnebel

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Saisonabschluss

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Danke 2015

Jahresende. Rückblicke. Haben wir unsere persönlichen Ziele erreicht? Welche Aktivitäten gaben genug Foto- oder sonstiges Material her um sie in der Weltöffentlichkeit auszubreiten und auf der nach oben offenen Hipster-Skala ein Stückchen zu klettern? Wozu? Um möglichst viele Likes/Shares/Gummipunkte zu erreichen. Nein, das wird keine Litanei über die Allmacht der sozialen Medien. (Kann man ja abschalten) Und auch kein persönlicher Jahresrückblick.

Ich möchte trotzdem das Jahresende zu nutzen, um in aller Öffentlichkeit kundzutun, wem ich “im Internet” sehr dankbar bin: Für unzählige Stunden Podcasts. Vielleicht ist für den einen oder anderen etwas dabei und bereichert im nächsten Jahr. Das ganze ist relativ sportlastig, wenn die Entwicklung im “Weltsport” so weitergeht, würde ich aber nicht ausschließen, dass sich das langsam ändert.

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Ich fahre viel Fahrrad, in der Regel eine knappe Stunde am Tag. Und ich gehe Einkaufen, mache Kram, erwachsene Dinge wie Bad putzen, Staub saugen, usw. Bei allem kann ich sehr gut “Radio” hören. Ich würde schätzen, ich konsumiere mindestens 10 Stunden Podcasts in der Woche. Und folgendes höre ich eigentlich immer (und zwar jede Folge):

Sportradio 360

Wenn Ihr reinhört, lasst Euch nicht davon täuschen, dass der “Producer” Jens Huiber immer von 11 Hörern faselt. Und lasst Euch nicht von der von der Farbgebung ungewöhnlichen Webseite abschrecken. Die Big-Show am Donnerstag ist die Instanz im deutschen Sportradio. Ich skippe lediglich den Motorsport und Tennisteil. Ansonsten höre ich das sklavisch durch. Inklusive fürchterlichem Ton wegen Gesprächspartnern auf der Autobahn, eigenen Running-Gags, eigener Sprache und Produkttests, etc.

Lieblings-Beschäftigung zwischen August und Februar: “Die Sofa-Quarterbacks”. Ich habe so gut wie keine Ahnung von Football, könnte den Experten, die dort wirklich welche sind, aber stundenlang zuhören, wie sie mir von Spielern, Spielzügen und Spielen, die ich nie gehört bzw. gesehen habe, erzählen.

Fehlpass

Kommt nicht so häufig, scheinbar will Yalcin Imre die Nummer 100 rauszögern. (Ich meine mich da auch an irgendeine Wette erinnern zu können.) Tolle Stimme, tolle Gäste, sympathischer Bayern-Podcast.

Bockcast

Ich habe mit dem 1. FC Köln nichts am Hut. Ok, ich habe mit Jonas Hector einen Spieler im Managerspiel. Aber wenn Axel Goldmann mit seinen Gästen darüber spricht, zaubert das in der Schlange an der Supermarktkasse ein breites Grinsen in mein Gesicht. (Vor allem, wenn die Gäste Fans anderer Vereine sind und davon gibt es in Köln scheinbar auch eine ganze Menge)

Rasenfunk

Gegründet 2014 als Versuch einen Kontrapunkt zum Doppelpass zu setzen. Hängt sehr von den immer unterschiedlichen Gästen ab, die mal mehr oder weniger eloquent etwas zur Bundesliga sagen können. Definitiv eine Bereicherung, momentan kann man in ca. 12 Stunden “Rasenfunk Royal”-Hinrundenfazit versinken.

Collinas Erben

Muss man nix zu sagen, oder? Nur echt mit Champions-League Hymne und modischer Bewertung der aktuellen Schiedsrichter-Kluft.

WRINT (Realitätsabgleich)

Aus dem WRINT Universum höre ich “nur” den Realitätsabgleich mit dem wunderbar entspannten Tobi Baier. Den aber so gut wie immer. Und immer gerne.

Radio Nukular

Entdeckt durch “den großen Mädchenpodcast”, der besten spätpubertären Jungsunterhaltung dieses Jahr. Immer episch lang. Meist brüllend komisch.

Flatterball (Schade)

Nein, ich lösche das noch nicht aus meinem Podcatcher, vielleicht überlegen sich die Jungs das ja doch noch einmal. Vielleicht eine Reunion zur EM?

Von folgenden Podcasts schaffe ich nicht immer alle Folgen, kann sie aber trotzdem natürlich bedingungslos empfehlen. (Die Zeit. Dein bester Freund. Dein größter Feind)

Textilvergehen

Aus einer Küche in Berlin. Brachte mir Union nach komischen Erlebnissen 2003 wieder nah.

Got NExxt

André Voigt, Chefredakteur der FIVE, alleine oder mit Seb Dumitru über die NBA. Geht mir ein bisschen so wie mit den SofaQuarterbacks, so tief stecke ich nicht drin in der NBA. Wenn ich dann allerdings mal eine Zusammenfassung sehe, kann man sich die Spieler wenigstens anhand der Frisuren merken. Anspieltipp ist das gerade veröffentlichte Interview mit Per Günther.

Sanft & Sorgfältig

Böhmermann und Schulz. Kennt auch jeder, denke ich.

Alles das bekomme ich einfach so ohne eine Gegenleistung (bis auf Sanft und Sorgfältig, das ja mit dem Rundfunkbeitrag quasi bezahlt ist). Von Menschen, die viel Liebe da rein stecken, die ihr Leben vor mir ausbreiten, Dinge mit mir teilen und die dadurch u.a. dafür sorgen, dass ich fast kein Fernsehen mehr konsumiere.

Dafür Danke.


Spaziergang

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Familienweihnachten

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Baum

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