59:59

Klingt wie eine CD-Spieleranzeige kurz vor einer Stunde. Ist aber der Spielstand im längsten Tennismatch aller Zeiten. Ausgerechnet in Wimbledon, wo die Plätze schnell und die Asse häufig sind. John Isner und Nicolas Mahmut haben am Dienstag angefangen, am Mittwoch weitergemacht und müssen dann am Donnerstag ihr Match beenden. Allein der fünfte Satz geht jetzt schon länger als 7 Stunden, das Match insgesamt steht bei über 10. Beide haben knapp 100 Asse und noch kein Aufschlagspiel in Satz 5 verloren. Großer Sport und großartige Berichterstattung bei der BBC und im Live-Blog von Wimbledon.org

“Auf der Flucht erschossen”

Sagt die Potsdamer Torhüterin nach ihren gehaltenen Elfern im CL-Finale der Frauen. Sehr sympathisch. Meine kleine Provinzheimatstadt ist Champions-League-Sieger.

Und die Webseite spuckt in der Stunde des Triumphes eine charmante Fehlermeldung aus.

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Tabelle nicht geöffnet. Fehler aufgetreten!

Bernd Schröder, Trainergott :)

Fernsehtipp

Wenn jemand etwas Struktur im Tagesablauf braucht und/oder auf Arbeit die Möglichkeit hat, den Tag mit Fernsehen zu beginnen. arte zeigt ab Donnerstag, den 15.4. jeden Tag um 9:15 Uhr “Die großen Sportduelle“. Das hat nix mit Fußball zu tun, ist aber trotzdem großartig. Mercedes gegen Ferrari, Hingsen gegen Thompson, All Blacks gegen Springboks, etc.

Potsdamer Paradoxa: Der Stadtkanal

Als grundsätzlich Sportinteressierter bin ich in den letzten Tagen wieder einmal auf ein erstaunliches Phänomen in meiner näheren Nachbarschaft gestoßen. Die Landeshauptstadt Potsdam, die ja nicht unter Mangel an Sehenswürdigkeiten leidet, kam auf die lustige Idee, den 1965 zugeschütteten Stadtkanal wieder auszubuddeln.

DSC_0073 Kopie

Ich habe den Stadtkanal nicht mehr im Original erlebt, es gibt glaubhafte Geschichten, dass die ganze Suppe wie Hölle gestunken hat. Auch erschließt sich mir der architektonische Reiz eines Straßengrabens inmitten einer gut befahrenen Straße nicht wirklich. Man könnte jetzt an dieser Stelle die in Potsdam bekannte Diskussion zwischen denen, die alles, was irgendein oller Preuße mal irgendwo hingebaut hat und in der DDR weggemacht wurde, wiederhaben wollen und denen, die zurecht sagen, dass Preußen als solches seit 1918 nicht mehr existiert und man sich ja mal um die Jugend und nicht so sehr um Sichtachsen kümmern sollte, aufmachen. Aber darum geht es ausnahmsweise nicht.

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Tipprunde zur Champions League

C'est parti!

C'est parti!

Ab sofort könnt Ihr hier bei gehts raus und spuilts Fußball die Hinrunde der Champions League Vorrunde tippen. Michel und die 32 Teams sind bereit – wir hoffen, Ihr seid es auch. Wie immer gibt es 10 Punkte für das korrekt vorhergesagte Ergebnis, 8 bei richtig prognostizierter Tordifferenz (außer Unentschieden) und 5 Punkte bei richtiger Tendenz. Hier gelangt Ihr zum Tippspiel.

Sollte jemand einen Preis für den Champion dieser Saison stiften wollen (zum Beispiel einen Kasten lecker Bier), so melde er/sie sich bitte in den Kommentaren.

Die letzte Saison wurde übrigens von MasterBlaster (436 Punkte) gewonnen. Podiumsplätze erreichten Gazza (421) und FlASh4Y0u (414).

Benutzer des WordPress Prediction League Plugins können die an diesen Beitrag angehängte XML-Datei als Competition importieren. Spieltage 4-6 und die KO-Runden müssen selbst eingepflegt werden.

Datei: Champions League 2009/10

Viel Spaß beim Tippen!

Ich möchte Teil einer Zielgruppe sein

Ich habe meine Pubertät in den 90ern verbracht. Mit Kurt Cobain, Berti Vogts, Rudi Völler, Hausbesetzungen, dem Ende der C64-Ära und den Anfängen der Heimcomputer-PC-Welt. Und ich habe schöne Stunden mit Computerspielen verbracht. Beim legendären NHL 94 habe ich zum Schluss immer ohne eigenen Tormann gespielt, um noch ernsthaft gefordert zu werden und Anstoss 3 hat mich so nachhaltig geprägt, dass das selbstgebaute Managerspiel hier davon massiv beeinflusst ist.

Mit Beginn des Studiums war der Computer dann erst einmal für andere Dinge zuständig. Immer mal wieder schlug ich mir Nächte um die Ohren, um bei Anno 1602 die Karibik zu besiedeln oder mal wieder den SVB Babelsberg 03 bei Fußballmanagern in die Champions-League zu führen.

Erst seit einigen Jahren sind Videospiele wieder in mein Leben getreten: als Sonntagsabendspaß in geselliger Runde. Mittlerweile mit dem heißesten Scheiß der Heimelektronik. PS3, Flachbild-Glotze, Wireless-Controller, Internetverbindung und Ton über die Stereoanlage. Und gerade Sportspiele, auf die sich die ganze Runde einigen kann, gibt es einige. Tiger Woods Golf – wenn mal ganz viel Zeit hat; Konamis PES – liebevoll Shuto genannt, nach der von Janne in Hongkong erworbenen und in Europa nie veröffentlichten “Winning Eleven”-Version in Japanisch (es kann zwar keiner von uns japanisch, aber durch japanische Menüs in Videospielen fanden wir dann irgendwann durch und konnten Carsten Ramelow aus dem Team verbannen) oder die FIFA Serie von EA Sports.

Unsereins hat nun nicht den Anspruch in irgendwelchen Online-Ranglisten ganz nach vorne zu stoßen, an Weltmeisterschaften teilzunehmen oder alle 7 Millionen Tophäen für irgendetwas zu gewinnen. Aber so ganz ohne Ehrgeiz geht das auch nicht. Viel Wert legen wir auf die langfristige Pflege unserer Spieleprojekte und fetzige Statistiken. Wir möchten unseren Golfer Schritt für Schritt mit schicken Klamotten ausstatten und auch immer mal die Frisur ändern. Wir möchten wissen, wie viele Tore unser Top-Mann in den letzten 5 Saisons geschossen hat. Und wir möchten mit bis zu maximal fünf Leuten in einem Raum Spaß haben. Dabei muss gar nicht mal jeder immer ein Pad in der Hand haben, aber für jeden sollte es ein virtuelles Plätzchen in dem Videospiel geben.

Die letzten Versionen einige Sportspiele hingegen scheinen unsere Wünsche konsequenterweise komplett zu ignorieren. Wieso auch langfristig denken, wenn jedes Jahr ein neues Spiel rausgehauen wird. Unsereiner scheint dabei aber nicht mehr zur Zielgruppe zu gehören und mittlerweile haben sich ein Haufen spektakulär dämlicher Fehler angesammelt. Für jeden einzelnen wäre ich, hätte ich ihn im Managerspiel hier oder irgendwo auf Arbeit fabriziert, zurecht von der versammelten Meute mit persönlichen Schmähungen ersten Grades niedergemetzelt worden.

Aus therapeutischen Gründen werden diese Dinge jetzt von mir hier gesammelt und zu einer Top 10 zusammengeführt. Ich habe den kühnen Traum irgendwann in meinem Leben so viel Zeit und Geld zu besitzen, mal ein Jahr lang das perfekte Videospiel zu entwickeln. Da möchte ich diese Punkte nicht vergessen. Die meisten Punkte stammen aus dem aktuellen Tiger Woods Golf-Spiel und FIFA 2009.

Dabei geht es mir nicht darum, dass der Ronaldinho nicht Original den Übersteiger im Spiel hinkriegt, den er in echt immer tut oder dass die Frisuren immer noch aussehen wie Duplo-Helme und man seinen selbst erstellten Spielern keine ordentliche Langhaarmatte verpassen kann. Es geht eher um Dinge, wo man sich gerne an den Kopf fasst, weil das einfach nach Schlamigkeit aussieht.
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Zimbru

Entdeckt im freundlichen Schweizer Fußballfachblog “Zum Runden Leder“. Dessen Osteuroparedaktion, vermutlich in Zusammenarbeit mit den Herrschaften im idyllischen Nyon, erdachte ein höchst aktuelles geographisches Fußballquiz mit Fokus auf die Europaligaqualifikation. Hier geht es zum Quiz und hier ist noch etwas Disclaimer:

Kleiner Tipp: die Fragen wurden in der Osteuroparedaktion erarbeitet. Das muss als Hilfestellung allerdings genügen. Und unerklärlicherweise akzeptiert das Quiz die richtige Antwort in der letzten Frage nicht. Sie können sie in den Kommentaren nachlesen. Dass Sie bei der Lösung der Aufgabe keine Hilfsmittel wie Wikipedia, Telefon und grossen Bruder benutzen, ist Ehrensache.

Und täglich grüßt das Murmeltier

Wir stimmen uns langsam auf die Tour de France ein und servieren nach dem Erwischen von Thomas Dekker zur Abwechslung mal einen Dopingfall aus dem Wintersport: Claudia Pechsteins dicke Oberschenkel sind auch nicht ganz alleine zum Titel “erfolgreichste Winter-Olympionikin aller Zeiten” geschlittert.

Und zum Thema Blutdoping, “ich hab doch gar nichts gemacht und lege Einspruch ein” und zum Auftakt der Tour am Samstag noch einmal der wunderbare Mathias Richling als Beckmann und Ullrich.

Richling als Ullrich bei Beckmann

Unterwegs im Auftrag von Olli Bierhoff

Dem deutschen Fußballfan ist Reykjavik als der Ort bekannt, an dem Rudi Völler Waldemar Hartmann anno 2003 zu einem Werbevertrag mit einer großen deutschen Brauerei verhalf. Ort des Geschehens war das Laugardalsvöllur Stadium, das Nationalstadion des 300.000 Einwohner Staates.

Damit soetwas beim nächsten Ausflug einer deutschen Nationalmannschaft nach Island nicht wieder passiert, befand ich mich im Auftrag von Teammanager Olli Bierhoff eine Woche auf der Insel im Nordatlantik. Ich habe meinen Aufgabe gewissenhaft ausgeführt und einen ausgeklügelten Reiseplan mit An- und Entspannung entwickelt, so dass man nie wieder 0 zu 0 gegen die Isländer spielen muss und wenn doch, man wenigstens so innerlich in sich ruht, dass man nicht vor laufenden Kameras ausrasten muss. Außerdem kann die nächste Reise der DFB-Elf an den Polarkreis auch sehr gut zur Leistungsdiagnostik und zum Teambuilding benutzt werden. Bierhoff lies sich seine Kernkompetenz, das Buchen der Hotels, natürlich nicht nehmen, so dass ich zum Punkt “Unterbringung” nichts sagen kann, aus Kostengründen durften wir nur in Hostels absteigen.

Die Anreise ist unproblematisch. Man landet auf dem internationalen Flughafen Keflavik, 50 Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Ich empfehle die Anreise vier Tage vor dem Spiel. In Keflavik selbst gibt es Klub mit ganz guter Anlage, Jogi Löw kann also gleich am Tag der Ankunft noch zu einem Training unter den neuen klimatischen Bedingungen rufen. Nach der Einheit am nächsten Morgen geht es dann ab zu einem Sightseeing Trip zum Vatnajökull, inklusive Gletschersteigen, so dass auch Per Mertesacker merkt, wie klein er im Vergleich zu so einem Gletscher ist.

Konterfeis isländischer Spieler werden vorab in Gletscherspalten gepinselt um schon mal die nötige Spannung aufzubauen. Die Spieler werden in Dreier-Gruppen in beliebigen Gletscherspalten ausgesetzt. Wer zuerst auf Islands höchstem Berg, dem Hvannadalshnúkur ist und diesen unfallfrei aussprechen kann, darf die ganze Reise neben Jogi Löw im Bus vorne sitzen.

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Michael Perez

Beim Überfliegen der Überschriften der weiteren Artikel bei Kicker.de kurz “Preetz will mit Bayern über Ribery sprechen” gelesen und mächtig erschrocken. Obwohl man den Realitätsverlust natürlich auch dem Bauunternehmer aus Madrid unterstellen kann. 93 Millionen Euro für Christiano Ronaldo. Nicht schlecht.