Archive for the 'und sonst…' Category

15. Februar

13 Jahre ist der Film mit ihr alt. Mitten aus der Indiephase Ende der 90er. Sieben Jahre ist dieser eine 15. Februar her. Es ist nicht so klischeehaft, wie man manchmal sagt. Es fühlt sich nicht an, wie gestern. Sieben Jahre sind eine lange Zeit. Am Wochenende nach diesem 15. Februar vor sieben Jahren gewann der FC Bayern mit 5:0 in München gegen Borussia Dortmund. Die Tore schossen Salihamidzic, Pizarro und dreimal Makaay. In der Startaufstellung standen Herren wie Deisler, Scholl, Sagnol und Lizarazu, den sie sehr mochte und sich deswegen, nachdem ich langsam den Fußball ins Haus gebracht hatte, immer freute, wenn die Bayern jemand nachdrücklich aus dem Stadion schossen. Fußballerisch eine andere Zeit. Und neben vielen anderen Sachen, an die ich immer an einem 15. Februar denke, und die zu privat sind, frage ich mich manchmal auch, was sie zu dem Fußball der deutschen Nationalmannschaft von heute gesagt hätte bzw. ob sie den Robben für das Managerspiel-Team, was sie gegründet hat und ich seitdem weiter führe, auch gekauft hätte. (Dieses Managerteam gewann in der Saison 2004/05 dann auch paradoxerweise den Titel im hauseigenen Managerspiel und seitdem habe ich den Erfolg dieser ersten Saison nie mehr wiederholen können. Was fast auch eine Geschichte hierfür wäre, irgendwie) Schöne Erinnerungen, obwohl der 15. Februar ein trauriger Tag ist.

Auf Warten – Waiting For (1999) from Made For Full Screen on Vimeo.

Empörter Kommentator. Täglich.

Jetzt wieder täglich auf Eurosport: lahmes Ballgeschiebe, leere Stadien, fiese Grätschen, hohe Beine, kaum Tore, Fanfare, Tanz, Trommel, empörter Kommentator.
“Boah” “Man Mann Mann” “Das ist doch Wahnsinn” “Das gibt es nicht” “Oaahh” “Schschschsch” “Tschja”
Coupe d’Afrique des Nations dö miel duß.

Copy of P1180435
Angola.
Foto: Jake Brown, CC BY 2.0

Fernsehtipp

“Halbzeit” – der zweite Teil einer Trilogie von Dokumentationen in Spielfilmlänge über 5 hoffnungsvolle Nachwuchskicker, die aus der Jugend von Borussia Dortmund auszogen um Profifußballer zu werden. Der erste Teil erschien 2003, jetzt sind alle Beteiligten 26/27 Jahre alt. Und teilweise nicht mehr wirklich im Rampenlicht. Selbst Florian Kringe, der prominenteste der Fünf, gerät angesichts Götze & Co ja gerade etwas in Vergessenheit.

Am Donnerstag, den 1.12. um 23:15 Uhr im WDR Fernsehen.

Geht’s gucken.

Fußball. Computer.

Eine Weile habe ich davon geträumt, das beste Computerspiel aller Zeiten zu entwickeln. Nicht im Sinne von “mehr Grafik, mehr Power, mehr, mehr, mehr” sondern im Sinne einer wirklich gelungenen und künstlerisch wertvollen Umsetzung einer tollen Idee. Zugegeben, das hörte Ende der 90er auf. Also ungefähr zu einer Zeit, wo ich a) etwas realistischer in allgemeinen Lebensfragen wurde und b) es langsam klar wurde, dass bei solchen Projekten eine gute Idee zwar nett ist, das ansonsten aber so mittel- bis riesengroße Projekte sind. EA Canada, die Produzenten der FIFA-Reihe, beschäftigen 2.000 Leute.

Mittlerweile strebe ich das also nicht mehr an, ich nehme mir ja auch nicht mehr vor, genreprägende Filme zu drehen oder so. Zumindest nicht im Moment. Mal sehen, wie das aussieht, wenn das Kind aus dem Haus ist, vielleicht kann man ja dann noch einmal Zeit dafür freiräumen. Außerdem langweilt mich dieses ganze Online-Gespiele. Ich verstehe den Ansatz intellektuell, auch das Gemache mit den diversen Trophies, Challenges, etc. Allein es berührt mich nicht. Aber das nur am Rande. Was über die Jahre erhalten geblieben ist, ist die Begeisterung für eine Idee, für das Medium an sich und für Menschen, die da mit Liebe zum Detail zu Werke gehen. Man könnte also sagen, so etwas wie eine “Kultur”. (Was meiner Meinung nach auch ein gutes Spiel auf einer medientheoretischen Ebene zu Kunst macht und nicht zu einer sinnlosen Zeittotschlagerei und Geldschneiderei, was wiederum noch einmal ein komplett anderes Thema ist.) Naja.

Die Idee bei den von mir sehr gemochten Sportspielen ist jetzt nichts Spektakuläres. Bei einem guten Fußballspiel, egal ob als Browserspiel wie hier bei bei Uli und Kalle, als Managersimulation oder als Sportsimulation wie bei den allgegenwärtigen FIFA oder PES-Reihen, ist die Idee ja nun relativ klar. Es geht um Fußball und nicht darum, wie bei Maniac Mansion, GTA oder MadTV mal soeben einen eigenen Kosmos zu kreieren. Muss ja auch nicht sein.

In den Tiefen der Fußballbloglandschaft stolperte ich heute über diese Videos, die die Geschichte der Fußballspiele für den heutigen Konsumenten zeitgemäß kurz und knapp auf Youtube zusammenfassen.

Und da zeigt sich hauptsächlich. Die Entwicklung der ganzen Fußballspielerei auf Computern war eine technische. Höher, schneller, mehr Power, realistischere Darstellung der voll-geilen-aber-eigentlich komplett überflüssigen Signature-Tricks von RonaldiMessiRooney. Und auf dieser Ebene sind auch die neuesten Veröffentlichungen, soweit ich das beurteilen kann, spektakulär. Nagut, etwas langhaarige Typen sehen immer noch so aus, als ob sie nen Duplo-Helm auf dem Kopf haben, die Frisur sitzt, egal wie hart der Sprint oder das Tackling, aber sonst. Beeindruckend.

Was sich aber im Laufe der Zeit nicht wirklich weiterentwickelt hat, obwohl man dafür nicht einmal wahnsinnige Performance-Maschinen bräuchte, ist die Übertragung der ganzen vielen kleinen Eigenheiten, die den Fußball liebenswert, spielenswert und erfreulich machen in das Medium “Spiel”. Wo sind die lustigen Ideen? Wo die kleinen Überraschungen oder netten Gimmicks?

Seien es die Retro-Elemente, die gerade in so einer traditionsaufgeladenen Geschichte wie dem Fußballgeschäft absolut angebracht wären. Oder die kleinen Anekdoten, die man in so ein komplexes Spiel einbauen kann? Das ist natürlich alles nicht wirklich wichtig für den Verkaufserfolg, das Online-Geschäft oder die Bewertung in der Fachpresse. Aber ich fände es schön.

Ich würde gerne mal mit Deutschland 1990 in den hässlichen Originaltrikots antreten. Mit einem Original-PAL 4:3 Filter und Old-School-Texteinblendungen. Oder Schwarz-Weiß in Wembley 1966. Oder mit einem gelangweilten Kommentator im Stil der 70er. (Ich fände es auch lustig, wenn mitten in einem Computerspiel Frank Rijkjard spucken oder Zinedine Zidane Kopfstoßen würde. Nicht plump jedes Mal, sondern nur einmal pro Jahr. Als Osterei.) Ich würde im DFB-Pokal gerne auf einem Dorfacker und nicht im Camp Nou antreten. Ich finde es blöd, wenn es in einer Bundesligasaison im Mai schneit. Ich will, ich will, ich will.

Ich weiß. Unrealistisch, es gibt ja nächstes Jahr wieder eine neue Version, die noch viel geiler und besser und spektakulärer ist. Aber ich warte immer noch auf ein Fußball-Computerspiel, dass mehr ist, als eine handelsübliche Simulation, nämlich ein Spiel, das die Fußballwelt mit all den Anspielungen und Zitaten und lustigen Begebenheiten auf das Medium überträgt. Also ein bisschen mehr Kunst und nicht ganz so viel Leistungssport.

Wenn ich mal reich und berühmt bin, kaufe ich also EA Sports und sorge dafür, dass man sich in Kanada (vielleicht auch ein Grund für die angesprochenen Mängel. Warum machen das die Kanadier, die sollen Eishockeyspiele bauen) mal richtig Mühe in solchen Punkten gibt. Solange muss ich das hier mit dem Uli und Kalle Managerspiel halt ein bisschen kompensieren.

Liebe Mitspieler

Zu verschenken:

Zwei Tickets auf der Ehrentribüne für das Finale des UEFA Super Cups am kommenden Freitag, 26. August 2011, Anpfiff 20.45, im Stade Louis II in Monaco.

Es spielen Championsleague Sieger gegen UEFA Cup Gewinner:
FC Barcelona – FC Porto.

Ich habe die beiden Freikarten über einen Bekannten aus dem Sponsorenpool bekommen, schaffe es aber am Freitag nach langem hin und her leider nicht nach Monaco.

Die Tickets sind bei mir in Genf, könnte sie morgen per Express verschicken.

Sagt bei ernsthaftem Interesse bis Montag 13:00 bescheid.

Totgesagte…

Die Anhänger des SV Babelsberg 03 kämpfen um die Existenz ihres Vereins.

Den Drittligaverbleib durch eine mitreissende Serie im letzten Saisonabschnitt gesichert, erfolgte vor einigen Tagen die bittere Erkenntnis, dass der Saisonetat von 2,7 Mio Euro, der kleinste aller Drittligisten, nicht gesichert ist.

Ungereimtheiten und Skandale um mehrere Vorstandsmitglieder und den – inzwischen ehemaligen – Aufsichtsratsvorsitzenden standen der Akquise von Sponsoren und Förderern im Wege. Gelinde gesagt.

Die Lage ist unübersichtlich, die Aussichten trübe: Insolvenz, Oberliga oder Regionalliga, und die minimale Chance auf Verbleib in Liga 3.

Hoffnung auf ein Überleben des Babelsberger Kiezvereins geben einzig der kreative (1, 2, 3, 4, …) und aufopferungsvolle (5, …) Einsatz der Nulldrei-Fans und die überwältigende Unterstützung aus anderen Fangruppen und der Öffentlichkeit.

Mehr Informationen und eine Übersicht an Möglichkeiten, selbst zur Rettung beizutragen, gibt es auf http://www.babelsberg03.de/

Rette Nulldrei!

Carving the mountains

Das macht gute Laune. Einmal Jungs, einmal Mädchen. Will ich auch können. Kann ich aber nicht. Muss ich mal im Sommer in ein Trainingscamp fahren. Dann ist aber das Kind sauer, wenn ich ihr die ganzen Teddy-Pflaster, die ich dabei zwangsläufig verbrauchen werde, wegnehme.

Grossglockner Backcountry

Carving the Mountains

via catenaccio

An die Wand gespielt

517 Millionen Euro ist die Truppe von Real Madrid laut transfermarkt.de wert. Und wurde gestern so nachhaltig von Barcelona an die Wand gespielt, dass man das Gefühl hatte, nicht The Special One und Konsorten sondern Friedhelm Funkel und Hertha BSC der Saison 2009/10 sind zu Gast im Camp Nou. Ich verfolge die spanische Liga eher selten. In voller Länge hatte ich bis gestern genau ein Spiel gesehen. Nämlich das vor Ort im Bernabeu. Insofern werde ich mich hüten, das irgendwie einzuordnen. Vielleicht war das ein einmaliger Ausrutscher von Real, vielleicht ist Barcelona wirklich so gut und Madrid noch lange nicht. Piepegal. Gestern war das einfach nur beeindruckend was Xavi, Iniesta und Konsorten da auf den Platz gelegt haben. Und eine große Freude beim Zuschauen. Inklusive Traumpässen und angemessener Rudelbildung.

Linktipp

Ein sehr lesenswertes Interview mit Ronald Reng, dem Autor der Robert-Enke-Biographie “Ein viel zu kurzes Leben” bei catenaccio.

http://catenaccio.de/?p=6700

400K

Neulich auf dem Parkplatz des BSZ Wirtschaft Pirna.

400k

Ok. Die Tankanzeige (im Bild links) zeigt immer leer an. Man muss also nach Kilometern fahren. 85 Liter Tank mal ca. 9 Liter Verbrauch. Außer ich fahre wie am Vortag 60 Kilometer mit angezogener Handbremse, weil seit neuestem die 3 Kontrolllampen (im Bild rechts unten) nicht mehr tun. Kann vorkommen.

Das Gefährt hat sich den symbolträchtigen Tag der deutschen Geschichte ausgesucht um die 400.000 voll zu machen. Das zweite große Jubiläum in seiner Zeit bei Helsinki IF. Bei Sonnenschein und einem Milchkaffee am Schloss Pillnitz. Außerdem hat sich das KFZ an seinem Feiertag auch noch ehrenamtlich engagiert und Jugendlichen die Geschichte näher gebracht. Was will man mehr. Ich werde zur Feier des Tages einen Tropfen Frostschutz für die Kühlflüssigkeit spendieren.

gehts raus und spielts fußball