Archive for the 'Rock’n'Roll' Category

RIP Adam Yauch

Hurricane-Festival 1998. Die Beastie Boys mit einer riesengroßen auf der Bühne Basketball spielenden Band (unter anderem mit dem Keyboarder Money Mark, der schon am Vormittag auch auf der Hauptbühne auftrat und abends nicht mehr wirklich nüchtern war) als Headliner auf dem einzigen abartig großem Festival auf dem ich je gewesen sein werde. (und das war damals mit ca. 20.000 Zuschauern im Vergleich zu heute noch klein) Sonntag Abend. Letzte Show vor der Abfahrt. Auf einem staubig trockenem Feld irgendwo im nirgendwo. Umwerfend, fantastisch und ganz wunderbar. Schön, die live gesehen zu haben. Und Sabotage ist immer noch ein so unglaubliches Brett von Song. (Ja liebe Kinder, das war vor der Youtube-Zeit. Das kann man nicht verlinken oder einbetten. Damals gabs noch keine Handykameras sondern nur kaputte Dreier-Golfs auf einem Festival. Deswegen muss man sich das jetzt mal bitte ganz ohne Video vorstellen. Dieses Stück Jugendkultur. Und den Einfluss, den diese Band sowohl live als auch bei jeder verdammten Indiedisko hatte.)

Fiss 2012

Viel Bewegung an der frischen Luft. Und im Gegensatz zu Ostern hier – sehr schönes Wetter.

(Schon verrückt, was man mit diesen kleinen Videokameras und den handelsüblichen Schnittprogrammen für ein Spaß haben kann.)

Live-Blog: Unser Star für Baku

[22:36] Konfetti-Regen, Hundeblick, ein paar Tränen. Insgesamt eher kleines Tennis. In den Tagesthemen geht es um Wulff und bei Beckmann um Obdachlose. Laura und Robert sagen Gute Nacht.

[22:34] Oh, jetzt war ich abgelenkt und hab den Moment der Wahrheit verpasst. Robert muss sich gerade um das Kind kümmern, aber er hat es kommen sehen. Schnuffi hat gewonnen. Thomas D hat vorhin orakelt, dass wir dann Punkte aus England kriegen, wegen  Jamie Cullum, und endlich auch mal aus Israel, weil da der Papa von Jamie herkommt. Meine Prognose sieht da finsterer aus.

[22:32] Guck mal, subversive Fernsehkunst.

[22:21] Weißte wer noch cool war? Vicky Leandros! Die war später auch mal Bürgermeisterin in einer griechischen Kleinstadt. Aber jetzt spielt erstmal noch Frieda Gold. Wir gehen wieder Rauchen.

[22:19] Roman sagt, dass die Band hart arbeitet. Das sehe ich auch so. Es erfordert ein Höchstmaß an Professionalität solchen Scheiß “abzuliefern”. Robert: “Das Muckertum hält Einzug auf die große Show-Bühne.”

[22:12] Roman “Standing Still”. Mir fällt immernoch nichts ein. Jamie Cullum hat den Song geschrieben. Die crowd flippt wieder aus. Mein Kumpel Norman würde sagen: Da klingelt das Glöckchen und dann sabbert der Hund. Robert bezeichnet die Snare als tote Schweinehälfte. Wir vermuten einen ähnlichen Ausgang wie bei der republikanischen Vorwahl in Iowa. Einer gewinnt mit 8 Stimmen Vorsprung und 2 Wochen später stellt sich raus, dass es doch der andere war. Inzwischen schreit das Publikum nach einer Zugabe und Thomas D ist verliebt.

[22:03] Thomas D entlarvt sich mit diesen Billigproduktionen als sparsame schwäbische Hausfrau. Und die Titanic sinkt schon wieder. Ornella “Quietly”

[21:58] Roberts Tipp für Zypern: Platz 8. La la love. Yeah, baby. Ich finde Dänemark gut. Sehr sogar. Norwegen hat laut ARD einen “modernen Elektrosound”. Naja. Island schickt einen echten Star und singt in der Muttersprache, auch sehr schön. Die Tante aus Albanien macht mir angst. Die aus Aserbaidschan auch. O-Ton Moderatorinmietze: “Alter Albaner!” Stefan Raab bringt es auf den Punkt: “ESC ist Kasperle-Theater auf höchstem Niveau. Da ist für jeden was dabei”. Der Mann muss es wissen.

[21:55] Robert: “Ey Junge, zieh dir mal was rockstarmäßiges an. Kurt Cobain ist seit 18 Jahren tot.” Publikum macht “Awwwwww” weil Schnuffi der Mausi die Losnummer aufschraubt. Gentleman. Chapeau!

[21:50] Laura: Ich möchte gerne für diesen kurzen Jingle stimmen, der immer beim Logo kommt. Mit Abstand das beste Stück Musik heute Abend.

[21:42] Okay, truth time: Ich finde wir sollten Leute zum Grand Prix schicken, die schon irgendwann vorher mal in einem Tonstudio waren. Das war doch mal ein Wettbewerb für Musiker, oder? Warum blutige Anfänger schicken, wenn es so viele tolle Profis gibt? Vielleicht ist das wie bei Olympia, der Amateur-Status muss gewahrt bleiben…

[21:39] Robert sagt Schnuffi (Roman) gewinnt, weil Mausi nicht konsensfähig ist. Ich persönlich möchte mich zu diesem Zeitpunkt nur noch dem Prozess entziehen. Stefan Raab scheinbar auch.

[21:35] Eine Stunde um und Thomas D erwähnt, dass man den Künstler auch mal selber nach seiner Meinung fragen sollte. Stimmt. Wo kriegen wir jetzt einen Künstler her?

[21:31] Zurück vom Rauchen. Wenn das die besten Kandidaten sind, wundert mich das Quotendisaster nicht. Ne Musikshow ohne coole Frontleute und ohne Musik funktioniert nicht. Die beiden sehen aus, wie die Bassisten, die man ans Mikro geschoben hat. Ist der Soundcheck jetzt vorbei und die Roadies geben das Mikro frei für die echte Band? Das wäre fein. Wenn wir es schon darauf anlegen in Baku zu verlieren, dann doch bitte mit besserer Musik. (Einschub Laura: Diese Sänger haben die Band nicht verdient)

[21:25] Auf Twitter spricht man von Frooty Loops Beats. Ich stimme zu. Insider-Produzenten Witz. Hach, sind wir cool. Uff, jetzt sind die Lieder alle und es wird wieder ausgewertet. Dann geh ich auch Rauchen. So kann Stefan Raab ungestört sein seltsames Bild der Gesellschaft weiter beschwören (Feinripphemd, Bier, Chips?)

[21:22] Ornella  ”Standing Still”. Robert ist Rauchen gegangen. Zu deprimiert, um zu bloggen. Ich bin jünger. Hab ne höhere Trash-Toleranz. Ornella guckt so bockig wie das Kind wenn es auf Gummibärchen besteht. Vielleicht schreit sie gleich “ICH WILL NICH SINGEN!”. Das wäre aufregend.

[21:15] Roman “Standing Still” – Szenenapplaus pünktlich zu den schiefen Tönen. Mir fällt nichts mehr ein.

Nur mal für das Level. Bitte nochmal das Intro vom Grand Prix in Düsseldorf anschauen. Das ist Pop. Das ist Große Fernsehschau. Nicht diese Softrock-Scheiße mit Sounds aus der Balladenmottenkiste.

[21:08] Schon wieder Klavier. Ornella ist auch Alone. Laura: Ist zu tief für sie. Die singt schief. Das Arrangement hätte Potential. Warum singt die wie angestrengt. Warum machen die ihr nicht so nen Hall auf die Stimme, warum singt die neben dem Beat. Der Song könnte Pop sein, sie ist es aber nicht. Wie kommt die Tante ins Finale? Bester Song/Produktion – mieseste Performance. Die Auswertungsrunde klingt mittlerweile wie der Doppelpass. Ich muss eine rauchen.

[21:05] Bisher ist das ja ziemlich erbärmlich.Während die labern haben wir mal die Gelegenheit genutzt und während der Auswertung nen Gegenvorschlag produziert. Alle Zutaten für nen Grand-Prix-Hit. Und die Heavytones müssen sich nicht so langweilen. Ernst gemeint.

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

“Driving You (To Baku)”

[21:00] Roman Lob “Alone”: Beide singen wie ein schlaffer Händedruck. “Representational vs. Presentational Singers” (Beide eindeutig letzteres) Der Song ist vom letzten Bon Jovi Album übrig geblieben und wurde nochmal weichgespült. Fahren die zum Grand Prix 1995? Arrangements aus dem dem letzten Jahrtausend. Wie kann man nach so ner laschen Nummer so kaputt sein. Die Crowd rastet trotzdem aus.

[20:51] Ornella mit “Quietly“. (Laura: Kann der einer das Mikro anmachen. Oder das Klavier leiser) Ist sie immer noch wegen Whitney Houston traurig? Das klingt wie Titanic. Celine Dion knallt gleich nochmal gegen nen Eisberg. Gabs da Szenenapplaus beim Streichereinsatz? Lauras Prognose für den Song in Baku: Platz 29. (Außer die treiben noch so fancy Sandmalerei auf.) Thomas D. sieht so aus, als ob er die ganze Zeit überlegt, wie er aus der Nummer wieder raus kommst. Die Jury klingt wie ein Waldorf-Kindergarten, der sich Mühe gibt, was Nettes zu sagen. Wir beide haben jetzt schon wieder den kompletten Song vergessen. (Robert: Singt die wirklich gut? Laura: Sie trifft jeden Ton. Die perfekte Chorsängerin)

[20:50] Ornella freut sich. Ich hoffe ja auch noch.

[20:43] Kaum geht man mal telefonieren, singen die schon. Roman ist “conflicted” und will mir something tellen. Aha. Macht mich nicht an. Das Publikum rastet aus. Ich hab ein böses Filter-Deja Vu (gesungen von einer Schulband) In dem Moment, wo Thomas D. spricht, habe ich den Song schon wieder vergessen. Aber das gilt für den letztjährigen Aserbaidschan-Song auch. Alle sind voll happy in der Jury. Ich fühl mich im falschen Film. An dieser Stelle muss man noch einmal an die großartige Twitter-Aktion der Kollegen vom ARD Text erinnern. Macht die ARD Text Tafel 777 an. Das ist lustiger als die Show.

[20:35] Laura: Wenn man Thomas D sprechen hört, wundert man sich, dass er zu einer der Bands mit den coolsten deutschen Texten gehört.

[20:34] Laura: Der Typ singt ausschließlich Songs aus der Zeit als ich 15 war. Robert: Also Songs, die ich nicht leiden konnte, als ich 22 war.

[20:32] Finale ohoho. Die Kandidaten Ornella und Roman werden vorgestellt. (Schalke gleicht übrigens aus)

[20:28] Field-Interviews wie direkt nachm Abpfiff: “Was erwartest Du Dir von dem Spiel?” “Ich bin unheimlich stolz auf die Leistung der Kandidaten/Mannschaft”. Ging es hier nicht um die Musik? Phrasenschwein oder Drinking Game? (Ich kann nicht so schnell tippen wie “Heute wird der Drops gelutscht” kommt) Laura: “Grand Prix d’Eurovision de la Chanson hat mehr Klasse als ESC. Keine Zeit mehr die Leute von heute”

[20:25] Thomas D mit Dieda vorzustellen ist sowas von ARD. Obwohl die Stimme doch von Pro7 ist, oder? Laura kündigt an, in zwei Stunden wiederzukommen. Ich kucke heimlich, ob Schalke immer noch zurückliegt. Alina Dibbelda mit Claudia Pechstein Outfit.

[20:23] Robert: “Hah. Fußballbezug. Berti Vogts trainiert Aserbaidshan.” Laura: “Warum sehen alle aus wie Lena?”

[20:15] Herzlich willkommen. Schwester und ich schauen uns jetzt sportlich das Finale vom ESC Vorentscheid an. (Finale vom Vorentscheid klingt wie Finale der Qualifikation für den UEFA-Cup, aber egal. Viel Spaß

Sport auf Seen vor Schlösser und Gärten

Vor zwei Jahren sinnierte ich noch bei Matschepampe-Wetter über das Potential des architektonischen Paradoxum vor meiner Haustür. Was der Stadtkanal in Potsdam doch für eine traumhafte Winter-Freiluft-Eisbahn wäre. Mit allem Firlefanz. Heute, am 4.2.2012, wo sich ganz Deutschland unter dem von der Bild als “Russenkälte” bezeichnetem Wetter erfreut, wird meine These noch einmal untermauert.

Man muss dazu wissen, dass der Heilige See eine etwas spezielle Rolle in der Geschichte und im Lebensgefühl der Stadt Potsdam spielt. Das schnuckelige durch den Hasengraben von der Havel getrennte Binnengewässer grenzt an der einen Seite an den “Neuen Garten”, sorgsam bewacht und hergerichtet wie zu Friedrichs (des Zweiten) Zeiten von der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten, an der anderen Seite an ein Wohngebiet, was seit 1989 von Prominenz und Halbprominenz wie Jauch, Joop  und anderen bewohnt wird. Würde die Hertha mal einen Weltstar und nicht Felix Bastians zur Winterpause verpflichten, müsste man ihm schon hier eine Wohnung oder ein Haus anbieten. Und nicht irgendeine Hütte im Grunewald. Außerdem ist der Heilige See natürlich in erster Linie ein See mitten in der Stadt und wird deswegen im Sommer zum Baden benutzt. Gerne. Viel. Völlig egal, ob im Park oder bei Günni fast im Vorgarten. Schätzungsweise 84,5% aller Potsdamer Gymnasiasten lagen im Schnitt 4,7 Mal bekifft oder betrunken nachts am See, haben total aufregend nackt gebadet und sich von Parkwächtern mit der MagLite ins Gesicht blenden und sagen lassen, dass “nachts der Park zu ist und man sich trollen soll.”.

Jedenfalls friert dieser See immer wenn Friedrich der Zweite einen runden Geburtstag hat oder eine Russenkälte das Land überrollt zu. Das ist schön, denn gegen das Eis haben der Grundstückspreis und die Sicherheitsvorkehrungen keine Chance. Das Eis macht alle gleich und bringt den RocknRoll in die geschützten Bereiche der Gesellschaft. Oder den Glühwein. Oder den Sport.

Womit wir beim Thema wären. Das hier ist schließlich ein ernsthaftes Sport-Blog.

Nicht nur, dass man Günther Jauch in den seltenen Tagen der geschlossenen Eisdecke in den Garten glotzen kann. (Da fallen mir übrigens zwei Sachen ein. Einerseits muss ich aufpassen, dass das nicht negativ rüberkommt, was ich über Günther Jauch schreibe. Nicht dass mir meine Arbeitgeber noch geschäftsschädigendes Verhalten vorwirft. Also Günther. Alles dufte, was Du da machst im Fernsehen. Andererseits wie schwierig es ist, einem fast 4-jährigem Kind den Status einer Fernsehprominenz zu erklären. “Das ist einer, der da wohnt, der ist berühmt, weil er im Fernsehen ist”. “Warum haben wir ihn dann heute nicht gesehen?” “… äääähm. Der hat sich wahrscheinlich gerade im Fernsehen versteckt. hmmm.”) Aber darum geht es wie gesagt nur am Rande. Wichtiger ist vielmehr die ganz wunderbare Atmosphäre, wenn Eishockeyspieler, Langläufer, Familien, Hunde und Fahrradfahrer den See in Beschlag nehmen. Voller Leidenschaft, mit Glühweinverkauf auf dem Eis, Menschen, die Schnee schieben um ein Hockeyfeld freizuräumen und einer ganz eigenen und guten Laune. Und das ist dann wirklich ein Moment, wo ich persönlich den komischen Königen ganz dankbar bin. Dafür dass sie da ein ganz nettes Ambiente fürs winterliche Sportvergnügen hingebaut haben. Macht schon mehr Spaß als am Schlaatz, wenn man das Marmorpalais im Hintergrund hat.

Ganz so, wie ich mir das für den Stadtkanal erträumt hätte, weil man da immerhin ein wenig weniger von sibirischen Temperaturen abhängig wäre. Aber egal. Ich ärgere mich nicht weiter darüber, dass man lieber alte Könige feiert ohne was aus den Bauten, die sie hinterließen zu machen. Sondern bereite mich mental darauf vor, das Kind wie die Mutti von Kati Witt auf die Pyeongchang 2018 zu trimmen. “Los. Das schafftst Du. Geht doch. Und morgen dann den Rittberger, klar? Jetzt nicht heulen! Eine Runde noch.”

In echt stimmt das natürlich gar nicht. Sondern ich freu mir nen Loch in Bauch, dass das Kind grün-weiße Schlittschuhe hat, die sogar größenverstellbar sind und hoffentlich noch zwei Winter halten. (Auch wenn die Hose farblich nicht passt) Und dass das Wetter, die Kulisse und das Licht mich vergessen lässt, dass heute fast alle Bundesligapartien unentschieden ausgingen, was a) langweilig ist und b) keiner tippt.

Raus mit Euch und Schlittschuhlaufen!

Mal was anderes als Fußball

Ich glaub, solche Dinger baue ich mit dem Kind demnächst mal. Der Sommer ist ja eh vorbei. Ich erhoffe, damit erziehungstechnisch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Erstens ganz subtil das ganze Physik-Magnet-Zeugs zu erklären und zweitens das Kind für die Ästhetik von Farben, Musik und sinnloser Spielerei zu sensibilisieren und somit zu verhindern, dass man irgendwann, wenn das Kind 15 ist, mit einer Mario-Gomez-oder-U17-Nationalmannschaftsfrisur überrascht wird. Dann nehme ich auch in Kauf, dass in diesem Alter dann ein Auslandsjahr in New York gefordert wird.

via

Zound Zero – 1982

Besonderer Anlass – besonderes Lied – besonderes Video. Noch einmal “Alles Gute zur Hochzeit”.

Disclaimer. Zound Zero – die HipHopNationalmannschaft – bequemte sich zur Hochzeit des DJs zu einem spektakulären Comeback. Wem das alles nichts sagt bzw. wer hier gelandet ist, weil er bei Google nach dem Geburtsjahr von Kevin Kuranyi gesucht hat, der braucht sich nicht zu wundern, dass er nichts versteht. Das ist originärer Insidercontent. Aber auch nen tolles Lied. Und wenn mir noch jemand verrät, wie ich die 1GB-HD-Datei so konvertiere, dass sie auch im Internet gut aussieht, stelle ich auch noch ne bessere Version online.

Indie Disco

Toll. Sehr toll. Wenn auch antizyklisch. Weil das hier am Wochenende auch toll war. Und Loddar von da fast eine Tüte Audi-Rückspiegel mitgebracht hätte.

Rocknroll ist toll. Ein kompletter Widerspruch zur Fußballwelt, wenn man sich Mario Gomez Frisur live im ZetDeEff anschaut. Aber ich habe die Hoffnung noch nicht verloren, dass es irgendwann mal wieder schöne Indiediskos gibt bzw. ein Fußballer, den ich ob seiner Fähigkeiten auf dem Platz bewundern kann, sich mal als popkulturell ernst zu nehmen herausstellt. Wenn man auf http://www.mario-gomez.de/ geht, sich durch die Flash-Hölle zu “Lifestyle” klickt und die momentanen Lieblingshits von Mario anschaut, wisst Ihr, was ich meine. Und ich meine auch nicht David Beckham, wenn ich von Pop und Fußball spreche. Sondern Dreck, Matsch und gute Musik. Und fußballerisch begabte Menschen, die im Sommer länger als bis 23 Uhr aufbleiben. Leistungsdiagonistiker werden jetzt sagen, dass man so nix gewinnt, allerdings haben deutsche Proffis auch so schon ganze Weile international nix mehr gewonnen.

Naja, Sommerpausengedanken. Vielleicht sollte man Rocknroll-Patenschaften für ambitionierte Leistungssportler übernehmen. “Ey, Basti, kommste mit, nächste Woche ist Dubstep da irgendwo draußen in der echten Welt …”

 

A Day In The Life

Das Kind steht gerade nicht so auf Fußball hat es mir gesagt. Ihm ist dieses ganze Gehabe um bockige Trainer oder verlängerten Weihnachtsurlaub wegen irgendeinem Pokalsieg etwas zu albern. Außerdem ist ihm die Winterpause zu lang. Deshalb hat es – während die anderen Proffis sich den Bauch vollgeschlagen haben – die Wartezeit auf den Trainingsbeginn in 2011 sinnvoll überbrückt und in die Zweitkarriere investiert. Man weiß ja nie wann das mit der Gesundheit nicht mehr so hinhaut. Christian Pander wurde vielleicht aus gutem Grund schon früh im Rap-Büsiness aktiv. Das Kind hat’s mehr mit Indie-Elektro, ist dem Sprechgesang aber auch nicht abgeneigt. Die erste Platte ist jetzt veröffentlicht. Und ein fetziges Pseudonym auch. KMR – “A Day In The Life” gibt es unter www.kamr.de. (Irgendwann wird das dem Kind unheimlich peinlich sein. Wenn das Internet weiterhin so wenig vergisst.)

Achso. Und eine ganz unsportliche Platte dürft Ihr auch kaufen, wenn ihr wollt.

The Sunday Sessions – Way Back In (facebook, myspace)

Ich wollte mich einmal wie Herr Hopp fühlen und hab die als Mäzen vorfinanziert. Das ist sozusagen eine familiäre Herzensangelegenheit. Wenn ich Plus mache kaufe ich mir davon Kevin Kuranyi und stell ihn mir in den Schrank.

Gitarrendiebe, ihr seid Schweine

Dem Arschloch, der meinen Bass aus meinem Auto geklaut hat, sollen die Zähne ausfallen. Er möge sich an den Enden der Saiten stechen, eine fiese Blutvergiftung holen, nie wieder eine Freundin finden, alleine Weihnachten feiern müssen und für den Rest seines Lebens mit einer Tätowierung dieses Rammstein Songs auf der Stirn rumlaufen müssen. Auch wenn mich das an die liebreizende Geschichte der PDM-Rückholsquad erinnert, Instrumente klauen ist dreckig und verachtenswert.

[update]

Fender Deluxe P-Bass (Mexiko) (2004). Ich hab keine guten Fotos. Er sieht ein bisschen aus wie hier. Heute gibt es das Ding allerdings nur noch als Aktiv-Bass zu kaufen. (Unterschied. Meiner hat nur drei Knöppe zum drehen) Relativ selten, da es ein Precision Bass mit einem zusätzlichem Jazz-Pickup ist. Farbe rot  mit einem komisch goldenem Schlagbrett. Wer ihn findet, kriegt ganz viel Alkohol seiner Wahl.

bass

Das Kind, der Jabulani und Ihr

Über die fußballerischen Fortschritt des Kindes wurde schon einige Male berichtet. Leider muss ich an dieser Stelle auch gestehen, dass ich mich geirrt habe. Mittlerweile glaube ich nicht mehr daran, dass das Kind im defensiven Mittelfeld seine fußballerische Heimat finden wird. Ich hätte es wissen können, auch die Eltern verfügen nicht über die notwendige Statur. Ich habe mich von der vorgelebten Agrressivität täuschen lassen und dachte, damit wäre das zu kompensieren. Mittlerweile scheint es aber klarer. Das Kind wird sich eher Richtung Flügel orientieren. Marko Marin ist schließlich auch dünn und leicht und außerdem passt die im Moment manchmal an den Tag gelegte Wehleidigkeit und der Hang zu Schmuck meiner Meinung nach sehr gut auf die Außenbahn. (Remember Ronaldo)

jabulani1

Aber ich schweife ab, im Kern geht es um etwas ganz anderes. Es gibt ein neues Spiel. Prognostiziere vor Freitag 16 Uhr den Verlauf der WM. Ohne Schnickschnack wie genaue Ergebnisse. Dafür durch bis zum Weltmeister. In einem Anflug von nobler Geste (und mit dem Wissen, dass es schwer bis unmöglich wird zu gewinnen) habe ich als Preis einen Original Jabulani erworben. Also nichts Replica oder so, sondern der offizielle Matchball.

Das Kind hat dieses gute Stück schon in Besitz genommen, aber Preis ist Preis. Wer also den Verlauf der WM richtig vorhersagt,  entreißt der jungen Fußballerseele diesen Ball und bürdet mir die Aufgabe auf, tiefgreifende psychologische Schäden verhindern zu müssen, kann sich aber selbst freuen. Ich wähle sogar eine weniger harte Variante der Spielregeln. Es muss nicht alles stimmen, bei der Gruppenphase sind mir Platz 3 und 4 egal. Sonst solltet Ihr aber nicht daneben liegen, da ja dann auch der weitere Verlauf des Turniers nicht mehr tippbar ist.

Die Entscheidung fällt also spätestens am 11. Juli gegen 23 Uhr. Entweder das Kind behält den Ball oder einer von Euch bekommt den. Bis dahin wird Ballbehandlung geübt. Ich bitte um zahlreiche Teilnahme.

jabulani2

gehts raus und spielts fußball