Beim Auswerten des 27. Spieltages hat sich ein Müssgeschück ereignet. Die Tipps von D. Simeone, Wolle, previewservice, probek, RektorSchweyn, bassewitz, Mohawk, MasterBlaster und MackMannaMann wurden auf 0 zu 0 gesetzt. Da ich das nicht mehr rekonstruieren kann, dürft Ihr hier Eure Tips nachträglich hier in den Kommentaren eingeben. Ich vertraue da ganz auf das gentlemaneske Verhalten. Ich gebe das dann ein und Ihr bekommt nachträglich die Punkte. Ich entschuldige mich für das Versagen meiner Technik.

Ist Jürgen Klinsmann dann noch im Amt? Wird Loddar seinen vierten Titel in Serie erringen. Lockt der Frühjahr mal wieder andere Mitstreiter auf die Bahn? Schlägt Knopper – das Uruguay des Frisbeegolfs – zurück? Werden Bäume getötet? Wird Gazza einen neuen Höhenrekord aufstellen? Werden sich die Wettbewerber auf einen der vielen lustigen Modi einlassen? Nach dem langen Winter die erste offizielle Abendveranstaltung. Ich freue mich schon.
Das Vorbild – laut DWDS ein “Muster, Beispiel, dem man nacheifert, Leitbild” bzw. die Vorbildfunktion wird von diversen Offiziellen gerne instrumentalisiert, wenn es um spätpubertäre Verhaltensweisen von Fußballprofis auf und neben dem Platz geht. In schöner Regelmäßigkeit kocht die Debatte dann wieder hoch und Dr. Theo Zwanziger spricht von “Dingen, die mit der Vorbildfunktion, die ich von jungen Nationalspielern und Spitzen-Fußballern erwarte, einfach nicht in Einklang zu bringen sind“. So geschehen bei der Geburtstagsfeier von Patrick Ebert und Kevin Boateng. Ähnliches prasselt jetzt auf Lukas Podolski nieder. Zum Beispiel von Karl-Heinz Heimann, der im Kicker sagt: “Ihn mit einer Spende von 5000 Euro davonkommen zu lassen, halte ich für unangemessen. Für eine Mannschaftssportart ist Disziplin unerlässlich. Wer dagegen verstößt, begeht mehr als ein Kavaliersdelikt”.
Das verbale Scharmützel erreicht dann seinen Höhepunkt, wenn der DFB-Präsident im selben Artikel meint:
“[...] dass unser Sportdirektor Matthias Sammer, der in diesem Fall der erste Ansprechpartner ist, sich mit der Frage befassen wird, ob diese Spieler unabhängig von ihrer sportlichen Leistungsfähigkeit charakterlich geeignet sind, damit sie von uns in Nationalmannschaften präsentiert werden können.”
Er macht hier also von seiner Richtlinienkompetenz in allen Aufgabenbereichen – eines seiner 9 Aufgabengebiete - Gebrauch und definiert damit das Themenfeld “Nationalspieler: Charakterliche Vorraussetzungen”. Natürlich nur im Sinne des Fußballs, des Weltfriedens und der Vorbildfunktion für Jugendliche. Die Floskel “was das für eine Auswirkung auf die tausenden Aktiven in den Jugendmannschaften hat” gibt der Phrasenautomat gratis mit dazu.
WENN die Bayern morgen wider Erwarten Barcelona schlagen und Ihr das richtig TIPPT, gibt es 15/11/7 Punkte.
Aus purem Glaube an die Kraft der Statistik schreibe ich seit Jahren nach jedem Spieltag die Noten, die das Zentralorgans des deutschen Fußball an die kickende Zunft vergibt auf kleine Karteikarten. Heute morgen fand das Kind die zufällig beim Ausräumen der Schreibtischschublade. Und als ich kurz Zähne putzen war, hat das Kind das mal zusammengerechnet. Als ich das Ergebnis sah, war ich einigermaßen erstaunt.
Die Statistik zeigt die Verteilung aller Zensuren bis zum 25. Spieltag aufgeteilt nach Saison. Es scheint in Nürnberg einen Aufpasser zu geben, der darauf achtet, bei der Notenvergabe immer schön im Korridor zu bleiben. Selbst letzte Saison, als für unsportliches Betragen Sechsen verteilt wurden, ist diese Zahl nicht signifikant höher als dieses Jahr (2007: 53, 2008: 46) Auf jeden Fall taugt dieses Instrument nicht dazu, mit Hilfe der Benotung der Spieler die Qualität der Bundesliga zu beurteilen. Tendenzen muss man mit der Lupe suchen: Die Extremnoten 1 und 6 werden tendenziell mehr. Den Unterschied zwischen einer 3 und einer 3,5 muss mir mal jemand erklären. Es scheint aber, dass es deutlich schwerer ist, als Profi eine 3,5 oder eine 4,5 zu erreichen, als die entsprechende gerade Note. 2008/09 gab es das erste Mal mehr Dreien als Vieren. Die Unterschiede in der Verteilung dieser beiden häufigsten Noten sind aber marginal. Eine fiese Fünf ist saisonübergreifend immerhin die vierthäufigste Note. Da wird doch gerne von Redakteursseite mal ein Zeichen gesetzt.
Nach dem Notenschnitt muss man auf jeden Fall eher Jogi Löw und nicht dem Marketingsprech der DFL und der schreibenden Zunft glauben. Die Leistungen der Bundesliga sind eher so befriedigend bis ausreichend. “Da gehört ja auch immer ein Gegener zu”, “Wir verdienen ja auch so wenig mit TV” und “Die Engländer sind auch nicht besser” tönt es jetzt reflexartig aus mehreren Ecken. Würde eine bundesdeutsche Schule aber über 4 Jahre so einen Abischnitt aufweisen, stände Frau Professor Doktor Schavan persönlich vor der Tür und würde vorschlagen, es mal mit Ganztagsschule zu versuchen oder den Laden dicht machen.
Nein, natürlich ist das nicht zu vergleichen. Aber wenn das Kind weiter Spaß an Statistik hat, werden wir uns in diesen Zahlensalat mal demnächst noch ein wenig tiefer einarbeiten. Auch wenn das natürlich nicht ganz wissenschaftlich korrekt ist, weil ich gerade nicht einschätzen kann, ob beim Zusammenzählen einzelne Karteikarten aufgegessen wurden.
Ich überlege ernsthaft, am Wochenende das erste Mal in kurzen Hosen zum Frisbee-Golf zu erscheinen. (Samstag um 12 im Buga-Park, falls es jemand interessiert). Und da neulich hier schon der junge Bernhard Langer gefeiert wurde, zum Abschluss der Länderspielwoche diesmal ein Lob an den Platzdesigner. So ein Loch hätte ich auch gerne mal fürs Frisbee-Golfen. Ab morgen geht es dann wieder um Fußball und den Bundesligaendspurt.
Helikopter Par 3 via American Arena, wo auch die ganze Geschichte dazu steht.
Folgende Mannschaften stehen im Viertelfinale der diesjährigen Champions-League:
FC Villarreal
FC Arsenal
Manchester United
FC Porto
FC Liverpool
FC Chelsea
FC Barcelona
FC Bayern München
Der schlaue Leser erkennt sofort, dass einzig Manchester United noch die Fahne der außergewöhnlichen Teamnamen hochhält. Bei den Bayern kann man darüber streiten, der Kicker führt die auch nur als Bayern München, sie selbst sprechen aber vom FCB. Ansonsten FCs soweit das Auge blicket. (Vielleicht ist das auch ein Grund, dass der deutsche Klub, der sich gerne nur “Der FC” nennt, man weiß es geht um Köln, dezent zu Größenwahn neigt. Man fühlt sich halt den großen FCs zugehörig.)
Noch in der Vorrunde wimmelte es vor Girondins, Olympiques, PSVs, Atleticos, CFRs, ASs, Inters, Panathinaikos, Sportings, Schachtjors, Celtics, BKs, ACs, Steauas (hat ein beschränkter deutscher Reporter eigentlich in der Vorrunde den SteAU-A_Witz mal gebracht?), Fenerbahces, Zenits, Juventus, Bates und meinem persönlichem Favoriten Anorthosis. Von den FCs musste nur der Vertreter aus Basel die Segel streichen.
Auch wenn ich dazu neige, mich in abenteuerlichste Statistiken zu vertiefen, dem DFB und der FIFa an allem die Schuld zu geben. In diesem Fall sicherlich ein kleiner, merkwürdiger aber amüsanter Zufall.
Und zum Thema Vereinsnamen ohne FC kann man sich immer wieder gerne die Ergebnisse des Wettbewerbs von allesaussersport im August 2008 anschauen.

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