Er liebt mich, er liebt mich nicht – Sommer 2008

Am 18. April habe ich das erste Mal zur freiwilligen Selbstkontrolle meine Sympathiepunkte für die aktuellen Bundesligisten verteilt. Andere schlossen sich an (auch wenn eine 10 auf einer Skala von -5 bis 5 nicht auftaucht) Nach dem Ende des Transferkarussels und dem Start in die neue Saison ist es jetzt Zeit für ein Update. Ihr seid wie immer herzlich eingeladen mitzutun, am meisten Spaß macht das, wenn man vorher nicht guckt, was man damals so empfand. Deswegen habe erst die Punkte verteilt und dann in Klammern meine Wertung vom April nachgetragen.

Es scheint, so als ob mein Meinungsbild schon ganz verfestigt ist, allerdings hat gerade das Wechseln des Trainers bei Borussia Dortmund schon einen Einfluss auf meine Einstellung gehabt. Oder es war das Mitleid über die Verletzung von Dede und die Aufnahme des Sozialfalls Zidan.

Die nächste Runde gibt es dann in der Winterpause. Denkt daran, das soll ein wissenschaftlich fundiertes Langzeitexperiment werden, was später fleißige studentische Hilfskräfte bei der Eingabe in SPSS in den Wahnsinn treiben soll. Ich bin sehr gespannt auf Eure Meinungen.

FC Bayern +4 (+4)
SV Werder Bremen + 3 (+3)
Schalke 04 -3 (-2)
Hamburger SV +2 (+1)
VfL Wolfsburg – 4 (-4)
Arminia Bielefeld – 4 (-3)
Energie Cottbus +2 (+3)
Hertha BSC 0 (-2)
VfL Bochum +1 (0)
Borussia Dortmund +1 (-3)
Eintracht Frankfurt -1 (-2)
Karlsruher SC +2 (+2)
Bayer Leverkusen +2 (+3)
VfB Stuttgart -1 (0)
Hannover 96 0 (+1)
TSG Hoffenheim +2 (N)
1. FC Köln -1 (N)
Borussia Mönchengladbach 0 (N)

So schnell kann’s gehen

Schalke 04 holt zu Saisonbeginn einen neuen Trainer und zwei vielversprechende Spieler. Der HSV muss nach langem Terz van der Vaart abgeben. Schalke hat die Chance auf die Champions-League, plant die Teilnahme wahrscheinlich ein, der HSV darf als 4. der letzten Runde in den UEFA Cup und Anhänger befürchten wahrscheinlich ein Aus gegen irgendeine Mannschaft aus Bukarest. Schalke gilt als ernsthaftester Bayern-Jäger. Der HSV verkauft noch den ganz begabten jungen Mann namens Kompany. Schalke 04 bekommt Atletico Madrid in der Quali zugelost. Im Rückspiel steht keiner der Neuzugänge auf dem Platz und die Mannschaft spielt unter dem neuen Trainer so wie unter dem alten. Man verliert 0 zu 4 ist raus, der HSV kauft zwischenzeitlich für das eingenommene Geld zwei oder drei Hochkaräter. Und die Stimmung was das Abschneiden der beiden Teams hat sich – gefühlt zumindest – komplett gedreht. Aus dem Hintergrund ruft Franz Beckenbauer wieder einmal “Fußball ist ein Tagesgeschäft”

“Wir sind ‘ne tolle Truppe wie die Elf von Felix Magath!”

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Wer bis heute Nacht um 0.00 Uhr auf Zé Roberto bietet, kann sich einen Superstar für nur 10 Millionen Euro sichern. Dieses Angebot endet darauf sofort.

Ein Blick zurück in Gleichgültigkeit.

Sicher, es gab sie, die Olympischen Momente. Alexander Grimm, Benjamin Kleibrink, das Hockey-Halbfinale und Britta Steffens Gefühlsausbruch in den Armen von Franzi van Almsick. Aber letztendlich ist es jetzt schön, dass Olympia 2008 vorbei ist. Kriege ich die 16 deutsche Goldmedaillen noch ohne Google zusammen? Ich glaube nicht. Bei der Übergabe des Olympischen Fähnchens an London kam mehr Stimmung auf, als in den 16 Tagen davor. Und das genau, ist wahrscheinlich das – oder mein persönliches – Problem. Es waren Olympische Spiele ohne Ecken und Kanten. So reibungslos und glatt, dass mir der alte Sack Jimmy Page, der nochmal zur Klampfe greift, plötzlich als Personifizierung des Punks vorkommt. Als Erlösung nach 16 Tagen gleichgeschaltener Jubelei. Das Tolle an Olympia ist ja eigentlich, dass 10.000 Sportler und absloute Individualisten im Fokus der Weltöffentlichkeit aufeinanderprallen, sich gegenseitig bekämpfen, durchdrehen, 100.000 Kondome im Olympischen Dorf verbrauchen und uns – das geneigte Publikum – dabei blendend unterhalten. Entscheidend für den Gesamteindruck ist dabei aber auch das gesamte Umfeld. Als es dabei noch nicht um die diesmal akuten politischen Probleme ging, wurde das oft an der Lage der Wettkampfstätten festgemacht. Alles auf engem Raum = gut. Verteilte Stadien = schlecht.

Ich bin vor Olympia eigentlich fest davon ausgegangen, dass irgendetwas in Peking passiert. Irgendwelche Free Tibet Fahnen bei Siegerehrungen, irgendwelche durchgeknallten Aktionen, irgendwelche magischen Verbrüderungen zwischen Athleten und große Gesten. Scheinbar wurde durch die absolut perfekte Überorganisation und Kontrolle der Organisatoren aber jegliches Moment der Spontanität, das über den reinen Wettkampf hinaus geht, im Keim erstickt. Das ist schade und ob in einer solchen Stimmung wirklich alle 100.000 Kondome gebraucht wurden, wage ich auch zu bezweifeln.

China hat das alles wie geplant durchgezogen, ich habe auch keine Ahnung, wie man das global-politisch jetzt alles einzuordnen hat, was das bedeutet und ob das daran liegt, dass mir als Mitteleuropäer die chinesische bzw. asiatische Kultur ein wenig fremd ist. Mir bleibt nur mein persönliches Fazit. Das depperte IOC geht mir tierisch auf die Nerven, ein großes Olympisches Gefühl wurde nicht transportiert und ich freue mich auf Vancouver 2010. Weil die Olympischen Spiele an sich schon eine tolle Sache sein könnten.

Zu Peking 2008 passt das Bild vom Straßenradrennen: Malerische Kulisse, aus Peking raus an die chinesische Mauer, beeindruckende Bilder und kein einziger verdammter Zuschauer an der Strecke. Einzig chinesische Polizisten in Regencapes, die mit dem Rücken zu den Sportlern an der Straße stehen und den Wald bewachen.

Superstar abzugeben

Liebe Freunde,

mit Zé Roberto steht ein echter Superstar und Top 3 Spieler der letzten Saison auf der Transferliste. Almeida ist ebenfalls abzugeben.
Viel Spass beim bieten.

Spieler abzugeben

Liebe Mitspieler,

heute biete ich euch Dejagah an. Der beidfüßige Flügelflitzer ist in diesem Spiel, nach einem guten Torwart, wohl der begehrteste Spielertyp überhaupt. Weiterhin habe ich mit Daems einen aktuellen belgischen Nationalspieler (Innenverteidigung) abzugeben.

Also zuschlagen und aufstellen

Weltmeister

Die Weltmeisterschaften im August waren geprägt von schwierigen Witterungsbedingungen. Strömender Regen den ganzen Tag über, schweres Geläuf. Knopper war mit Gummistiefeln und durchsichtigen Netzstulpen am besten vorbereitet. Alle anderen hatten spätestens am Korb 3 nasse Füße.

Im Gegensatz zu allen anderen leistete er sich keine Aussetzer und dominierte von Anfang an das Geschehen. Der Gewinn der Goldmedaille ist deswegen hochverdient.

1. Knopper (51)
2. robert (57)
3. Janne/Loddar (59)

Die nächsten Weltmeisterschaften werden dementsprechend von Janne und Loddar im September ausgerichtet. Vielleicht diesmal auch mit ein paar Exoten im Teilnehmerfeld, die ja auch ein wenig für Farbe sorgen bei so einem Großevent.

Ready… Set … Go!

Es beginnt heute die Bundesligasaison Null Acht Null Neun. Mit jeder Menge neuer Trainer, einiger neuer Spieler, der TSG Hoffenheim und Brimborium. Ich bin sehr gesapnnt, auch wenn der gegenwärtige Olympiastress meine emotionale Vorbereitung auf die Saison ein wenig stört. Aber immerhin gab es heute mit dem Sieg von Britta Steffen und anschließendem Geheule in Franzi van Almsicks Armen den ersten echten Olympischen Moment. Sowieso ein wenig merkwürdig. Die deutschen gewinnen relativ viele Medaillen, die Stimmung, die hier so ankommt, ist trotzdem so lala. Keine Euphorie, kein “hey, ist Olympia”. Eher so “Druck, Druck, Druck”. Aber langsam pegelt sich das ein und am schönsten sind für mich nicht Schwimmen, Turnen oder Fußball sondern die Sportarten, die sonst selten zu sehen sind. Selbst den Judo-Übertragungen kann ich einiges abgewinnen. Außerdem ist Carsten Sostmeier großartig als Reitkommentator, ich hätte mir am Frankfurter Flughafen gestern fast eine Wendy gekauft, das wäre im weiteren Verlauf der Dienstreise aber sicherlich falsch gedeutet worden. Aber ich schweife ab: Fußball. Und Tipspiel.

Das Tipspiel geht natürlich auch los. Das mit den Preisen hat ja letztes Jahr nicht so funktioniert hat (probek, Dein Tour de France Buch habe ich nicht vergessen) machen wir das diesmal anders. Der ganze Kleinscheiß bleibt weg, dafür gibt es zwei sensationelle Haupt-Preise.

Der Gesamtsieger der Hinrunde 2008/09 bekommt einen Original-Eurospaß-Superdupa Turnierfußball. Mit ohne Nähte und soviel Auftrieb wie Michael Phelps Latexanzug.

Derjenige mit der höchsten Spieltagspunktzahl in der Hinrunde bekommt ein Original AIK Kanal Trikot mit seinem Namen und Wunschrückennummer. Da ich sowieso davon ausgehe, dass ich beides gewinne, beschenke ich mich zwar quasi selbst. Ihr dürft aber gerne versuchen das zu verhindern. Wer weitere Preise für die absonderlichsten Kategorien stiften möchte, kann das gerne tun.

In diesem Sinne. Auf eine schöne Bundesligasaison. Aufdieplätzefertiglos.

Discgolf Experience – Chef des Monats

Nach jetzt doch einigen Runden im Solala Modus wird es Zeit sich dem Wettbewerb zu stellen. Wenn auch erst einmal dem internen. Um später mit den Drucksituationen umgehen zu können. Deshalb jetzt Schluss mit Ausflüchten, Schönwetterfrisbee, etc. Ich rufe das erste interne Weltmeisterschaftsturnier aus, am Freitag im Buga Park Potsdam. Wer mittun will, melde sich bei mir, ich fahre einen Bus-Shuttle vom Platz der Einheit. Ich sorge für einen schicken Wanderpokal und für jedes Birdie gibt es einen Extra-Preis in Form einer Flasche Rum und zwei Limetten. Ausreden gelten keine, gespielt wird eine 14-Korb-Runde streng nach den Regeln aus dem Regelwerk bzw. irgendwelchen Vorgaben und Wettbewerben, die ich mir bis dahin noch ausdenke. Ich bitte, in angemessener, fotogener Kleidung für Siegerbilder zu erscheinen. Danach nehme ich außerdem von den Mitspielern der Uli und Kalle Liga beim Genuss des ersten Spieltages der Bundesliga ihre Prognosen für die Saison entgegen, ortsfremde Mitspieler werde ich investigativ per Skype befragen.