Eine sich auf den europäischen Wettbewerb beziehende und trotzdem definitv falsche Aussage, die sich aber in den letzten Jahrzehnten allein durch Wiederholung so in den Köpfen von Spielern, Trainern und Managern festgestetzt hat, dass sie jeder glaubt. Wenn Auswärtstore doppelt zählen würden, wäre ich nach einem 2 zu 3 auswärts und einem 0:0 zu Hause nämlich eine Runde weiter.
Dabei ist die eigentlich Regel in Bezug auf die Auswärtstore so einfach.
Die Regel kommt nur zur Anwendung, wenn beide Mannschaften nach Hin- und Rückspiel die gleiche Anzahl Tore aufweisen. Die Mannschaft, die dann mehr Auswärtstore aufweisen kann, gewinnt.
Einzig auf diesen Irrtum und nicht auf eventuell veraltete Trainigs- und Managementmethoden ist das schlechte Abschneiden der Bundesligisten in den europäischen Wettbewerben und der ->UEFA 5 Jahreswertung zurückzuführen.
Der Loddar macht sich Sorgen. Man könnte meinen, er hätte mit seinem Team, das in dieser Saison bislang nicht gerade geglänzt hat, genug am Hut. Aber weit gefehlt. Einem Mann vom Schlage eines Loddar Matthäus geht selbst bei hektischster Betriebsamkait der Blick über den Tellerrand nicht verloren. So ist auch ihm nicht entgangen, dass es beim Tabellenführer Helsinki IF derzeit drunter und drüber geht. Brannten am vergangenen Wochenende zwei Leistungsträgern (Diego, van Bommel) des vermeintlichen Titelaspiranten die Sicherungen durch, so scheint für den kommenden Spieltag bei einigen Spielern des Klubs der Akku vorzeitig leer zu sein. Das ohnehin gebeuteltete Team läuft nun auch noch Gefahr, ohne die angeschlagenen Lucio und Klose antreten zu müssen. Hinzukommt, dass Verteidiger Gabriel mit Sicherheit ausfällt. Bei derartiger Häufung unglücklicher Umstände ist es einem Mann von der moralischen Reife eines Loddar Matthäus unmöglich, Genugtuung oder gar Schadenfreude über das Pech des Konkurrenten zu empfinden. Vielmehr ist es Loddars ehrliches Anliegen, dem Manager von Helsinki IF in dieser Situation sein tief empfundenes Mitgefühl auszusprechen und ihm darüber hinaus zu versprechen, dass Überstern Galaktika bereitstehen wird, den Titel zu erringen, sollte dies die physischen und mentalen Kräfte von Helsinki IF übersteigen.
Braucht man laut Olli Kahn. Auf Nachfrage erklärte er, dass er damit männlichen Siegeswillen und ->Aggressivität meine.
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Nur kurz, weil ich mich so freue, dass man wieder kurze Hosen zum Fußballspielen auftragen kann. Weil wieder Platz auf’m Platz ist, da die ganzen zukünftigen Nationalspieler in ihren Telekomtrikots immer noch sagen: “Auf Schotter spiele ich nicht” und fernbleiben und weil solche echten Tornetze schöner sind, als die super-verstärkten Exemplare auf den neueren Bolzplätzen mit Kunstrasen, etc. Da zappelt der Ball mehr und macht nicht nur so “klatsch”, wenn er ins Tor rauscht.


Über die eigene Leistung am letzten Wochenende decken wir den Mantel des Schweigens. “Zerrung links, Knöchel rechts” ist diesmal die Ausrede. Aber Loddar ist die 100 Meter nach dem Spiel in 13,8 gerannt. Immerhin ein sportliches Highlight an dem Tag.

Der Mario sagt der Maik ist ein Arschloch. Der Ivan sagt, der Mark hat gesagt, der Diego schauspielert und deswegen hat der den Sotyrios, der ein Bär von einem Manne sei und nicht so fallen müsse, umgenietet und ist vom Dr. Helmut des Feldes verwiesen wurden. Der Mark müsse hingegen für seine hampelmannesken Armbewegungen, die der Ottmar intern bestrafen will, viel länger gesperrt werden als der Diego. Der Armin sagt, er finde den Mario dufte und man wolle schließlich keine stromlinienförmigen Proffis. Der Klaus sagt man müsse den Diego besser schützen, er ist schließlich Künstler und außerdem ist Friedhelm doof, weil er das Publikum permanent aufhetzt und an der Seitenlinie Lambada tanzt. Jogi versteht den Mario und den Diego, so rein menschlich. Zum Mark hat er nichts gesagt. Uli übrigens ist sowieso an allem schuld. Alle sagen man müsse auch Vorbild für die Jugend sein.
Im Gegensatz zu Eduardo gab es übrigens bei den Vorkommnissen am letzten Bundesligaspieltag bei keinem der Beteiligten schlimmere Folgeschäden. Insofern solle man die Kirche mal Dorf und die Kinder spielen lassen. Und wenn man Vorbild für die Jugend sein will, sollte man vielleicht lieber die Erderwärmung stoppen oder die Vorratsdatenspeicherung verhindern?
Jogi Löw und Hansi Flick wählen ihre Mannschaft auf der Zugspitze. Am 16. Mai 2008. Sicherlich mit Brennpunkt in der ARD und Live-Übertragung auf 257 Fernsehsendern. Nun kann man sich über die Wahl des Ortes und das bemühte Konstruieren einer Symbolik wundern. Mich irritiert vielmehr der Zeitpunkt. Der 34. Spieltag der Bundesliga findet am 17. Mai statt, einen Tag später. Nehmen wir mal an, Jogi trifft ein paar Entscheidungen à la Kevin Kuranyi 2006. Frust und Aggressivität entladen sich in den letzten 90 Minuten der Saison und wenn noch Entscheidungen anstehen, gibt es danach bestimmt ein paar Verletzte oder Manager, die in Premiere-Interviews etwas von Wettbewerbsverzerrung stammeln. Das wird lustig.
Findet in der Fußballbundesliga einmal wöchentlich statt. Man darf sich nicht täuschen lassen. Es handelt sich also nicht um eine zeitliche Variable. Lichtjahre misst schließlich auch eine Entfernung. Gekürt wird das Spiel des Jahres entweder am Samstag von Steffen Simon oder spätestens am Sonntag vom DSF. Das Freitagsspiel kann nie Spiel des Jahres werden, da es nicht im Free-TV zu sehen ist und es somit keine zu verkaufenden Werbeplätze gibt. Seitdem die Sonntagsspiele erst um 22 Uhr im Fernsehen laufen, greift man des Öfteren zu Begriffen wie ->Spiel des Jahrzehnts oder ->Hammerspiel.
Lesen Sie, wie der Teammanager vom FC Hartz 04 die Hinrunde und den Rückrundenstart bewertet, im Überschwang des Erfolges mal wieder die Bodenhaftung verliert und gegen vermeintliche Kritiker und Konkurrenten wettert.
Kicker: Herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Start in die Rückrunde, Herr Simeone? Ihr Verein liegt auf Platz 4 in der Tabelle, ist dazu wirtschaftlich gesund und erfreut sich wachsenden Zuspruchs!
D. Simeone: Vielen Dank! Wir sind selbst ein wenig überrascht von der überaus positiven Entwicklung im neuen Jahr. Nachdem die Hinrunde doch etwas zäh und ohne großen spielerischen Glanz verlief, freuen wir uns natürlich sehr, dass sich die konzentrierte und geduldige Arbeit nun langsam auszahlt. Auch, dass die Vereinsspitze Ruhe bewahrt hat und nicht gleich alle Konzepte über den Haufen warf oder wie bei den Long Johns Silver Impersonators den Teammanager entließ! ‘Exklusiv-Interview zum Rückrundenstart. Heute: Diego Simeone (FC Hartz 04)’ weiterlesen
Geprägt durch Sportjournalisten ohne ->Eier wie Johannes B. Kerner und Reinhold Beckmann, die mit diesem Begriff, eine vermeintlich nicht ganz so kuschelige Frage an einen Gesprächspartner aus dem Sportgeschäft einleiten. Optisch zu erkennen ist die gebotene journalistische Sorgfalt durch ein Stirnrunzeln, akkustisch durch ein leichtes Absenken der Stimmfrequenz. Nach dem gebotenem Ausweichen des Gesprächspartners und der kurzen Betroffenheitspause wird die gebotene journalistische Sorgfalt zugunsten des ->Gewinnspiels in der Halbzeit vertagt.
Mit diesem Begriff möchte der journalistische Spielbegleiter ausdrücken, dass das Spiel wichtig für alle Beteiligten sei. Ein 6-Punkte-Spiel ist ein solches meistens nur vor dem Anpfiff, weil man nach Spielende meistens feststellt, dass es wider Erwarten doch nur drei Punkte für den Sieger gab. Wenn ein 6-Punkte-Spiel sehr spektakulär und dramatisch war, hat es gute Chancen ein ->Spiel des Jahres oder ->Hammerspiel zu werden.
Nun muss man sich auch als distanzierter Beobachter auch nicht dümmer stellen, als man ist. Gemeinhin stützt sich die Milchmädchenrechnung auf folgende Annahme.
Mannschaft A steht gegenüber Mannschaft B nach einem Sieg gegen B um 6 Punkte besser da als nach einer Niederlage.
Die 6 Punkte beziehen sich also auf die Differenz der gehamsterten Gesamtpunkte in der Meisterschaft. Wenn man aber mit der ->gebotenen journalistischen Sorgfalt nachfragt, wird man feststellen, dass das auf jedes Spiel A gegen B zutrifft. Nur dass die Differenz bei Bayern gegen Duisburg nicht so interessiert. Man könnte also bei dem nächsten Aufeinandertreffen von Nürnberg und Cottbus einfach von einem Spiel zwischen zwei direkten Konkurrenten im Kampf um ein vorher zu definierendes ->Saisonziel sprechen. Zumal der Terminus 6-Punkte-Spiel die durchaus vorhandene Wahrscheinlichkeit eines Unentschiedens nun überhaupt nicht abdeckt. Bleibt man im Deutungsraster würde dann nämlich blitzeschnell ein 0-Punkte-Spiel entstehen. Und zwei solche Partien in 7 Tagen heißen auch nicht 12-Punkte-Woche sondern ->Woche(n) der Wahrheit. Insofern gibt es leider keine Berechtigung und auch keine stichhaltige logische Begründung für den Begriff und er darf in Zukunft nur noch aus nostalgischen Gründen von Udo Lattek im Doppelpass verwendet werden.
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