… nicht mal ein Piplica, fürchte ich. Bald steht ja wieder die Copa de Berlin an und man will sich ja nicht die Blöße geben – immerhin gilt es ja den Titel zu verteidigen und den Jungs von Anker Friedrichshain ihre spielerischen Grenzen vor Augen zu führen. Also werden hier in Braunschweig schnell noch ein paar gepflegte Trainingseinheiten auf dem hiesigen Rasen eingelegt und die niedersächsisch-südländischen Bolzkollegen mit Klasse Spielübersicht und grandioser Technik (Tore und -vorlagen ohne Ende) in helle Aufregung versetzt. Als der Gegner schon mit den Tränen kämpfte und immer lustloser den Ball aus dem Netz holte und zum Anstoßkreis trabte, gönnte ich den Jungs eine “Pause” und stellte mich kurz ins Tor. Natürlich, um auch hier wieder mit einer Glanzparade aufzuwarten. Allerdings fischte ich den Vollspann-Schuss aus geschätzten 2 Metern Entfernung ohne Handschuhe und mit einem Manuel-Neuer-Gedenk-Reflex (allerdings ohne Manuel-Neuer-Unterarme) aus dem Dreiangel. Schöne Scheiße, zwar nix kaputt am Daumen. Aber es sind so ziemlich alle Farben des Regenbogens auf dem Daumenballen versammelt. Und es kribbelt und juckt ganz mächtig. Naja, wird schon.

Nach Magaths sensationellem Engagement bei der Berliner Hertha kann sich das kicker Sportmagazin nicht lumpen lassen und muss mit noch aktuelleren Exklusivmeldungen aufwarten.
Oliver Neuville, er leistete gerade noch den Berti Vogts Gedächtnis Treueschwur und verlängerte seinen Vertrag in Mönchengladbach, scheint mit sofortiger Wirkung nach Berlin gewechselt zu sein. In Aachen kann er aus unbekannten Gründen noch nicht zum Angriff auf den UEFA Cup Platz mitwirken, spätestens im Olympico nächste Woche sollte er aber dabei sein.
Dieter, who’s next? Rupprecht, Magath, Lehmann, Kovac, Neuville, …

Update: Oliver konnte sich offensichtlich nicht mit Hertinho anfreunden und hat den nächsten Zug zurück auf den Bökelberg genommen.
Familie schaffte aufgrund des Erwerbs eines C64 nebst Datasette auch eine kleine Schwarz-Weiß Glotze an. Die Fußball-WM 1990 brachte mich auf den Geschmack in Bezug auf Fußballspiele im TV. Außerden lernte ich profffessionell mit den Füßen zwischen Fußballübertragungen und 1980er Serien auf dem neugegründeten SAT.1 umzuschalten.
Die nächsten 5 Jahre war ich im dann bei den spärlichen Übertragungen von Europapokalspielen deutscher Mannschaften aufgrund der Sozialisation durch Potsdam als Stadt der Hausbesetzer und der persönlichen Ablehnung der Berliner Olympia-Bewerbung 2000 immer gegen alle deutsche Mannschaften, aber auch ein bißchen dafür, damit auch in der nächsten Runde wieder ein Spiel, vielleicht, übertragen wird und ich das Fernsehgerät mit den 8 Kanälen in mein Zimmer entführen konnte.
‘Des jahres 1989 war echt dramatischen’ weiterlesen
“Nach der jüngsten 2:3-Heimniederlage gegen Bielefeld steckt der VfL Wolfsburg tief im Abstiegskampf.” (Kicker. 25.04.07)
Siehste mal, fang nie zu früh an vom UEFA-Cup zu quatschen. ([...] ist vielleicht noch der UEFA-Cup möglich.”) Das geht meistens daneben. Vgl. “Schlafender Riese”, “großes Potential in der Mannschaft”, “das Team kann mehr”, etc.
[update] Und schon wieder ein Manager, der sich demonstrativ hinter den Trainer stellt: “Wolfsburgs Manager Fuchs hält an Trainer Augenthaler fest.” Folgt also gleich das Spiel des Jahres undsoweiter, undsoweiter.
Ich bin ein großer Freund von meditativen Sportarten. Zu meinen Fernsehsporthighlights gehören Veranstaltungen wie die Tour de France, von der mich weder die Enthüllungen um Ulle und Ivan Basso noch das Beschäftigen mit diesem eigentlich brotlangweiligen Ereignis im Rahmen meiner Diplomarbeit heilen konnten. Auch der Snooker-WM in Sheffield schenke ich gern und wiederholt meine Aufmerksamkeit, noch dazu wo hier im Gegensatz zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk, keine aufgeregte Heiterkeit, ob der Deals über Autobiografien oder der neuesten Abenteuer von Hagen Boßdorf herrscht. Hier regiert Rolf Kalb mit zutiefst britischem Understatement. Großartig.
‘Meditative Sportarten’ weiterlesen
Diego. Weitschuss. Geht er rein? Geht er reiiin? Der geht reiiiiiiiiin!
Tor des Jahres! Der geht rein! Sein Moment. So macht man sie glücklich. Zwölftes Saisontor. Ein unglaubliches:
Hier, hier! Er sieht und spürt, dass der Nicht nicht im Tor ist. Schauen Sie, das hat er gesehen, aus dem Augenwinkel, und dann probiert er’s. Und dann macht’s BUM.
Das ist ja nicht zu fassen. DAS IST JA NICHT ZU FASSEN! Was der für Tore macht? Werder Bremen hat drei zu eins gewonnen; das Spiel ist aus.
[Habs mal eingebaut. Nach dem Klick auf Weiterlesen eine Anleitung wie man Videos hier einbindet. Robert] Ich hätte ja gern das Video reingestellt, klappt aber irgendwie nicht. Hier der Link.
‘IST JA NICHT ZU FASSEN’ weiterlesen
Gerrard trifft das Tor und nach 57 Minuten rastet LX-Seal an der Anfield Road aus und muss nach dem 0 zu 0 von Blackburn gegen Leverkusen nicht noch ein zweites torloses Spiel in England ertragen.
2012. Fußball EM und so. Das wird ein Spaß.
Es wird langsam Sommer. Das heißt der Kirschbaum vor meinem Balkon blüht und tausend besoffene Idioten tummeln sich in Werder beim Baumblütenfest, beim DSF, die sich erdreisten ein FA-Cup-Match mit Mischael Ballack eine halbe Stunde zeitversetzt zu zeigen, das als Live zu verkaufen und vor der Verlängerung und Mischaels Siegtor zur Zweiten Liga umzuschalten und wahrscheinlich auch in den Bundesligastadien beim letzten Kampf um Meisterschaft, Abstieg, etc.

Die seltsame Saison hat immerhin den Vorteil, dass der Kampf um die Goldene Ananas dieses Jahr ausfällt. Weiterhin stellt ein Abstiegskandidat den potentiellen Torschützenkönig. Der ging im Managerspiel für 100.000 Euro übern Tisch. Ein Schlag ins Gesicht aller selbsternannten Experten. Weiterhin hat er atemberaubende 500.000 Euro Ausleihe gekostet und zwei mal in der Gurkentruppe von Otto gespielt sowie Geheimratsecken, die die 80er Vokuhila-Frisur verhindern. Kein Wunder, dass das mit der Auslandsvermarktung der Bundesliga schlecht läuft.
‘Wir stellen fest’ weiterlesen
… ist ausgewertet. Zudem ist wieder ein Spieler mit gar hübschen Vornamen (Chhunly) im Spiel. Noch dazu ein Nürnberger. Und bevor jemand meckert. Ja, wenn man Minuspunkte macht, hat man auch negative Fernseheinnahmen. Das nennt sich Produktionskostenzuschuss und ist Absicht.
Sehr schön dieses Wochenende auch Thomas Schaaf: “Wenn die Spieler bei solchen Temperaturen und nach dem UEFA-Cup-Spiel am Donnerstag noch so eine Leistung abliefern … “. Kaum gibts mal ein bißchen Sonnenschein tragen alle wieder FlipFlops und die Proffis können kaum noch gerade aufm Platz laufen. Zwischen 17 und 19 Uhr, im April. Nächste Saison dann Klimaanlage im Westfalenstadion? Mannmannmann.
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